21.06.2019 | News-Bericht

Junger Radfahrer mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma

  • Die Crew von Christoph 43 flog das verletzte Kind schnell in eine Spezialklinik.
    Die Crew von Christoph 43 flog das verletzte Kind schnell in eine Spezialklinik.

Vor wenigen Tagen ist ein Zehnjähriger am frühen Abend mit seinem 13-jährigen Bruder per Fahrrad auf einem Wirtschaftsweg unterwegs, der zwischen Sinsheim und Steinbach parallel zur dortigen Bundesstraße 3 verläuft. Gegen viertel vor sechs will der Junge im Bereich der Abzweigung der Alten Landstraße in Richtung Steinbach vom Feldweg auf diese Landstraße einbiegen. Ein aus Richtung Steinbach kommender „Golf“ naht gleichzeitig heran. Das ältere Kind bremst rechtzeitig vor der Straße ab – der Zehnjährige jedoch rollt auf die Fahrbahn und wird von dem Auto frontal erfasst. Bewusstlos bleibt der Junge nach dem Zusammenprall auf der Straße liegen. Trotz getragenen Helmes, zieht er sich bei dem Unglück ein schweres, lebensgefährliches Schädel-Hirn-Trauma zu, wie sich später herausstellen wird.

Nach kurzer Zeit trifft ein Ersthelfer ein – zufälligerweise ein Arzt, der der Rettungsleitstelle telefonisch Details zur vorgefundenen Situation nennt und so entscheidene Hinweise auf die Notwendigkeit gibt, sofort auch einen Rettungshubschrauber einzusetzen. Die Leitstelle entsendet daraufhin „First Responder“, die Polizei, einen bodengebundenen Notarzt sowie Rettungswagen (RTW) und alarmiert außerdem Christoph 43.

Pilot Jens Kurschat, Notarzt Johannes Becker und Notfallsanitäter Thomas Behringer starten sofort von der Luftrettungsstation Karlsruhe. Praktisch zeitgleich mit den bodengebundenen Kollegen trifft das Team der DRF Luftrettung auf der Landstraße zwischen Sinsheim und Steinbach ein. Sofort nach der Landung bringt es den schwerverletzten Jungen mit den bodengebundenen Kollegen in den RTW, um gemeinsam das verunglückte Kind dort vor dem Abflug in die Klinik zu stabilisieren.

Wegen der Schwere der Verletzungen legt der Hubschraubernotarzt den jungen Radfahrer in Narkose und intubiert ihn unter Zuhilfenahme des Videolaryngoskops, das zur grundsätzlich mitgeführten Ausrüstung von Christoph 43 zählt. Nach dieser Vorbereitung wird das Kind unverzüglich in den Hubschrauber der DRF Luftrettung eingeladen und schnellstmöglich ins nächstgelegene Traumazentrum geflogen. Dort übernimmt das Klinikpersonal den verunglückten Jungen zur weiteren Behandlung.

Die Station zum Beitrag:

Standorte DRF Luftrettung

Auswählen und mehr erfahren

Von wo starten unsere Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge zu ihren Einsätzen? Wer koordiniert eine Patientenrückholung aus dem Ausland? Und wo wird unsere Flotte eigentlich gewartet? Lernen Sie die Hubschrauberstationen, das Operation-Center und den Ambulanzflugbetrieb der DRF Luftrettung kennen. Mit einem Klick auf eine unserer Stationen können Sie den jeweiligen Einsatzradius des Hubschraubers erkennen. Weitere Einblicke und Hintergrund- informationen erhalten Sie auf den Stationsseiten.

Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Alle Standorte

Mehr zur Station:

Die Crew der DRF Luftrettung sucht von oben nach dem verunglückten Gleitschirmpilot und ortet so den genauen Unfallort (Symbolbild).
19.09.2019 | News-Bericht
Als die Crew von Christoph 43 vor einer Woche durch die Rettungsleitstelle Ortenau in ein Waldgebiet im Schwarzwald gerufen wird, ist die genaue Örtlichkeit eines Unfalls zunächst…