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22.08.2017 | News-Bericht

Kaum noch Puls nach Ertrinkungsunfall

Offene Gewässer sind in der Märkischen Heide weit verbreitet. Der Groß-Leuthener- und Dollgen-See, der Schwielochsee oder viele kleinere Teiche, Tümpel und Weiher machen die Gegend zwischen Bad Saarow und Cottbus landschaftlich so reizvoll. Einem 18 Monate alten Mädchen wurde vor drei Tagen allerdings ausgerechnet ein künstlich angelegter Schwimmteich auf dem Privatgrundstück seiner Eltern zum Verhängnis, als es hineinfällt!

Zeitgleich mit bodengebundenen Rettungskräften trifft Christoph 49 als schneller Notarztzubringer am Unglücksort ein. „Das Kind befand sich bereits seit zwei Minuten unter Wasser, als Angehörige es erblickten und herauszogen“, berichtet Pilot Holger Wolff. Ihn und seine Kollegen, den Notarzt Prof. Dr. Olaf Schedler sowie die Rettungsassistentin Yvonne Baumann, hatte die Leitstelle umgehend alarmiert.

„Die Leitstelle hat das sehr gut gemacht“, lobt der routinierte Pilot. „Sie hat dem Onkel des Kindes nach dem Absetzen des Notrufs über die 112 fortgesetzt Anleitungen zur Reanimation des Mädchens am Telefon gegeben, während wir im Anflug waren. Dann kam ein Rettungswagen an, dessen Besatzung übernahm. Und schließlich waren wir einen kurzen Augenblick darauf am Einsatzort.

Die Dringlichkeit des Hubschraubereinsatzes wird nach dem Eintreffen deutlich: Das Kind hat kaum noch Puls, die zwei Minuten unter Wasser haben dem jungen Körper schwer zugesetzt. Hubschraubernotarzt Olaf Schedler legt dem Kleinkind einen Zugang, hilft ihm mit kreislaufunterstützenden Medikamenten, intubiert es, um das Mädchen künstlich beatmen zu können und stellt die Wärmeerhaltung am Unglücksort wie auf dem späteren Weiterflug sicher.

„Die Leitstelle hatte uns auch deswegen angefordert, weil die Unterversorgung mit Sauerstoff schwerste Folgen auslösen kann. Es ging also zugleich darum, dass das Kind nach den ersten Maßnahmen mit Christoph 49 möglichst schnell ins große Klinikum in Cottbus gebracht werden konnte“, erklärt Pilot Wolff. Bei der Landung steht das dortige Personal im Schockraum schon bereit, übernimmt das Kind von der Crew der DRF Luftrettung und kümmert sich um seine weitere Versorgung.

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