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07.09.2015 | News-Bericht

Kleine Ursache, große Wirkung

Manche Menschen tragen von einem Wespenstich lediglich eine schmerzhafte Rötung und Schwellung davon. Andere wiederum reagieren allergisch auf das Gift, das eine Wespe beim Stechen abgibt. Unter anderem können davon Gesicht und Augenlider stark anschwellen, Herz-Kreislauf-Beschwerden bis hin zu einem Schock und schwere Atemnot können lebensbedrohliche Folgen sein. So erging es am 22. August auf Schloss Herrenchiemsee einem Touristen aus Ungarn. Er wurde von einer Wespe gestochen, sein Gesicht war innerhalb kürzester Zeit stark geschwollen. Um schnell einen Notarzt zum Einsatzort zu bringen – das Schloss Ludwigs II. liegt auf einer Insel mitten im Chiemsee – wurde die Besatzung der DRF Luftrettung aus München alarmiert. Pilot Dr. Andreas Nüsser, Notarzt Dr. Markus Alberstmeier und Rettungsassistent Dirk Burmann trafen kurze Zeit nach der Alarmierung durch die Rettungsleitstelle Rosenheim auf Schloss Herrenchiemsee ein. „Ich habe die Maschine im Schlosshof abgesetzt, so einen Landeplatz hat man nicht alle Tage“, erinnert sich der Pilot. Er blieb beim rot-weiß lackierten Hubschrauber, der schnell zum Publikumsmagneten bei den Schlossbesuchern wurde, während die medizinische Hubschrauberbesatzung zum Patienten eilte. Um der Schwellung entgegen zu wirken, verabreichte der Hubschraubernotarzt dem 64 Jahren alten Patienten Cortison. Außerdem erhielt er ein Antihistaminikum, das die allergische Reaktion abklingen ließ. Da der Patient stabil war und keine Lebensgefahr bestand, wurde er wasser- bzw. bodengebunden in eine Klinik nach Prien gebracht. Der Notarzt der DRF Luftrettung begleitete den Transport in die Klinik und übergab den Patienten dem Klinikpersonal. Am Landeplatz der Klinik erwarteten ihn Dr. Andreas Nüsser und Dirk Burmann bereits, um wieder Kurs auf die Station in München zu nehmen.  

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V.l.n.r. Notarzt Dr. Andreas Bayer, Polizist Thomas H., Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Ute Hammer, Geschäftsführerin des Deutschen Verkehrssicherheitsrats, Pilot Dietmar Gehr und die Betroffenen Katharina K., Cornelia K., und Til S. vor den neuen Autobahnplakaten bei der DRF Luftrettung in München.
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