26.04.2018 | News-Bericht

Kletterer stürzt Fels hinab

  • Dank der Rettungswinde konnte der verletzte Kletterer schnell und schonend gerettet und in eine Klinik geflogen werden. Symbolbild.
    Dank der Rettungswinde konnte der verletzte Kletterer schnell und schonend gerettet und in eine Klinik geflogen werden. Symbolbild.

In die Fränkische Schweiz wurde das Team von Christoph 27 an einem Samstagmittag im April gerufen: Eine achtköpfige Gruppe von Kletterern bestieg hier kurz zuvor die Felsformation „Breitenberger Südwand“ bei Gößweinstein (Landkreis Forchheim). Doch plötzlich verlor einer der Sportler, ein 25-Jähriger, den Halt und stürzte auf einen Felsvorsprung. Dabei zog er sich Verletzungen am Rücken und an den Knöcheln zu. Ein bodengebundener Notarzt und eine Rettungswagenbesatzung waren bald vor Ort. „Der junge Mann hatte ein paar Prellungen erlitten, es bestand jedoch auch sofort der Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung. Deshalb hat man uns nachgefordert“, erklärt Pilot Werner Iberler. Denn der Nürnberger Rettungshubschrauber verfügt über eine Seilwinde, und nur mit der war es möglich, den Verunglückten sowohl schnell als auch besonders schonend aus dem höchst unwegsamen, bergigen Gelände zu befreien.

Sofort machte sich Iberler mit seinen beiden Crew-Kollegen, Hubschraubernotarzt Dr. Albert Schiele sowie Notfallsanitäter und Windenoperator Zoltan Nick auf den Weg. Nach elf Minuten erreichten sie schon das Felsmassiv, an dem auch die Bergrettung mittlerweile eingetroffen war. Dr. Albert Schiele eilte sogleich zu dem 25-Jährigen und versorgte ihn gemeinsam mit den bodengebundenen Rettungskräften weiter, während Iberler und Nick die Windenrettung vorbereiteten. Für diese positionierte der Pilot von Christoph 27 die EC 135 kurz darauf über der Unfallstelle. Der junge Mann, inzwischen in einem Bergesack verpackt, wurde nun zusammen mit einem Bergwacht-Retter hochgewincht. Der Hubschrauber landete dann wieder auf der Wiese, wo die Maschine und der Patient für den weiteren Lufttransport vorbereitet wurden.

„Ohne die Winde hätte die Rettung erheblich länger gedauert und natürlich möchte man dem Patienten das ersparen. Gerade auch, weil es in diesem Fall darum ging, den Rücken des Patienten zu schonen“, verdeutlicht Werner Iberler. Die Besatzung von Christoph 27 habe den 25-Jährigen dann schnell für die weitere Diagnose und medizinische Versorgung zur Uniklinik nach Erlangen geflogen. Dort habe sich der anfängliche Verdacht einer Wirbelsäulenverletzung erfreulicherweise nicht bestätigt, wie der Pilot berichten kann: „Der Kletterer hat großes Glück gehabt, dass ihm nichts Schlimmes passiert ist.“

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