04.07.2018 | News-Bericht

Kletterin stürzt Felsen hinab

  • Christoph 27 bei Kletterunfall im Einsatz
    Christoph 27 bei Kletterunfall im Einsatz

Der Röthelfels ist die größte zusammenhängende Jurafels-Abbruchkante der Fränkischen Schweiz und eines der bedeutendsten Kletterziele in der Region. Viele Wanderer und Hobbysportler zieht es auf das gewaltige, langgezogene Bergmassiv, von dem aus man den Blick über das herrliche Altenbachthal schweifen lassen kann. Dort, nahe des Dorfes Morschreuth, wollte kürzlich auch eine Gruppe den Gipfel erklimmen. Doch plötzlich verlor eine 54-Jährige den Halt und stürzte in die Tiefe. Dabei zog sie sich schwerste Verletzungen zu. Die Integrierte Leitstelle Bamberg entsandte daraufhin Christoph 27 von der Nürnberger Station der DRF Luftrettung. Denn der rot-weiße Rettungshubschrauber verfügt über eine Seilwinde. Und mit der galt es, die Verunglückte aus dem unwegsamen Gelände zu befreien. Augenblicklich flogen Pilot Tilman Blaich, Notarzt Dr. Dieter Strembski und Notfallsanitäter Thomas Zecho zum Röthelfelsen.

„Wir kamen gleich nach der Bergwacht und dem bodengebundenen Rettungsdienst an“, berichtet Tilman Blaich. Da er die Maschine der DRF Luftrettung aufgrund des schwer zugänglichen Gebiets nicht direkt an der Unfallstelle aufsetzen konnte, machte das Team kurzerhand einen Zwischenlandeplatz in der Nähe aus. „Dort trafen wir uns dann mit der Bergwacht. Die fuhr unseren Notarzt und den Notfallsanitäter mit dem Auto zum Einsatzort. Kurz darauf erhielt ich die Rückmeldung, dass die Frau mit dem Bergesack aus dem Gelände herausgeholt werden muss. Thomas Zecho kam daraufhin zurück, um als Winchoperator die Steuerung der Winde durchzuführen.“ Während Blaich den Hubschrauber wenig später über der gestürzten Kletterin positionierte, manövrierte der Notfallsanitäter – in Christoph 27 angegurtet – die Seilwinde hinab und instruierte den Piloten gleichzeitig.

Die von Dr. Dieter Strembski und den Bodenkräften vorversorgte und stabilisierte Patientin wurde im Bergesack gesichert. Nachdem dieser an die Hubschrauberwinde eingehängt wurde, konnte die 54-Jährige schließlich von Thomas Zecho hinaufgezogen werden. Nach einer erneuten Zwischenlandung wurde die Frau für den Lufttransport mit Christoph 27 vorbereitet. Sie hatte bei dem Unfall ein Polytrauma, also lebensbedrohliche Mehrfachverletzungen, erlitten. Deshalb brachten Blaich, Strembski und Zecho das Unfallopfer zum Universitätsklinikum Erlangen, das über ein überregionales Traumazentrum verfügt. Dort übergaben die Luftretter die Kletterin nach einem nur zehnminütigen Flug an ein Fachärzteteam, das die vielen spezifischen Verletzungen der Gestürzten optimal behandeln konnte.

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