28.08.2017 | News-Bericht

Kletterunfall bei St. Anton am Arlberg

  • Zwischenlandung, um die verletzte Kletterin zu versorgen. Der Helm hatte u.U. Schlimmeres verhindert.
    Zwischenlandung, um die verletzte Kletterin zu versorgen. Der Helm hatte u.U. Schlimmeres verhindert.

Der Hochsommer ist da und mit ihm kommen auch immer mehr Erholungssuchende in die Tiroler Berge. Das bekommt auch der Notarzthubschrauber der ARA Flugrettung in Reutte zu spüren. Kürzlich wurde die Crew von RK-2 zu einem etwas weiter entfernten Ziel alarmiert – nach St. Anton am Arlberg. Grund war Hochbetrieb bei der Bergrettung vor Ort – ein anderer Hubschrauber wickelte gleichzeitig einen weiteren Einsatz ab.

Eine 33-jährige Kletterin wurde bei einer mehrere Seillängen dauernden Tour mitten in der Felswand von einem großen Felsbrocken am Kopf und Brustkorb getroffen, den ihre vorauskletternde Bergkameradin losgetreten hatte. Zum Glück verlor sie nicht das Bewusstsein, sodass sie noch bis zu ihrer Bergkameradin hoch klettern und sich dort am Standplatz sichern und die Bergrettung alarmieren konnte.

Aufgrund der Ausgesetztheit des Unfallortes mitten in einer Wand, der großen Höhe von knapp 3.000 Meter über dem Meer und starkem Wind entschied sich Pilot Christian Brunnlechner für eine Zwischenlandung an der am Wandfuß gelegenen Darmstädter Hütte. Zur Reduktion des Fluggewichts wurde hier nicht benötigtes Material ausgeladen. Auch Notarzt Dr. Christian Nußbickel blieb an der Hütte.

Die Crew mit Flugretter Benjamin Zobl und Winchoperator Hubert Dreer entschieden sich zu einer Rettung Bergung mit Hilfe der Rettungswinde. Dabei wurde der Flugretter an der Winde zu der Patientin hinunter gelassen und hängte diese bei sich in den Windenhaken mit ein. Dann wurden beide direkt beim der Hütte wartenden Notarzt abgesetzt.

Es zeigte sich, dass die Patientin hatte großes Glück gehabt hatte. Der Helm der Alpinistin war von dem Stein stark beschädigt worden, hatte aber standgehalten. Sie wurde vom Notarzt vor Ort versorgt und anschließend in die Klinik nach Zams geflogen.

Die Crew kehrte zurück an die Station. Zu einem weiteren Einsatz wurden die Flugretter an diesem Tag noch alarmiert: Eine schwer kranke Frau musste schnellstmöglich und schonend vom Krankenhaus Reutte in das Landeskrankenhaus Innsbruck gebracht werden.

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