21.06.2019 | News-Bericht

Kollision auf Flughafentangente

  • Gleich zwei Hubschrauber der DRF Luftrettung wurden kürzlich auf die Flughafentangente München alarmiert.
    Gleich zwei Hubschrauber der DRF Luftrettung wurden kürzlich auf die Flughafentangente München alarmiert.

Boulevardmedien bezeichnen sie häufig als „gefürchtet“: Die Flughafentangente Ost (FTO), bayerische Staatsstraße 2580, verbindet die Autobahn A92 und den Flughafen München mit der Bundesstraße B388 und der A94.  „Die FTO ist sehr stark befahren, und es ereignen sich dort regelmäßig schwere Unfälle“, begründet Carsten Strahlendorff den „schlechten Ruf“ der Straße. Zu dem jüngsten Unglück auf der Flughafentangente werden der Christoph-München-Pilot und seine Crewkollegen erst vor wenigen Tagen gerufen. Die Leitstelle Erding meldet eine Kollision mehrerer Fahrzeuge bei Schwaig. „Innerhalb der Kontrollzone des Flughafens München ,Franz Josef Strauß‘“, verdeutlicht Strahlendorff. Mehrere Personen sind bei dem Zusammenstoß teilweise schwer verletzt worden.

Sofort macht sich das 24 Stunden einsatzbereite Münchner Team der DRF Luftrettung auf den Weg. An Bord sind neben den Piloten Strahlendorff und Johann Haslberger Hubschraubernotärztin Dr. Julia Mangel sowie Notfallsanitäter René Gerster. Nach kurzem Flug erreicht die Besatzung den Einsatzort, an dem bereits mehrere Rettungswagen und die Feuerwehr eingetroffen sind. Nach der Landung von Christoph München auf der für mehrere Stunden komplett gesperrten FTO eilt die medizinische Besatzung zur Unfallstelle. Julia Mangel und René Gerster übernehmen einen 31-Jährigen, für den die Kollision schlimme Folgen hatte: Er hat sich lebensbedrohliche Mehrfachverletzungen („Polytrauma“) an Schädel, Thorax, Bauch und Becken zugezogen. Gemeinsam versorgen die Notärztin und der Notfallsanitäter der DRF Luftrettung den schwerverletzten Mann und stabilisieren seinen Kreislauf.

Damit weitere Unfallopfer schnellstmöglich in geeignete Spezialkliniken gebracht werden können, hat die Leitstelle zusätzliche Rettungshubschrauber angefordert. So setzt kurz nach Christoph München unter anderem auch die Regensburger Crew der DRF Luftrettung an der Unglücksstelle auf und übernimmt ebenfalls die Versorgung eines Schwerverletzten.

Die Luftretter aus der bayerischen Landeshauptstadt entscheiden währenddessen, den Verunglückten in das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München zu fliegen, das als überregionales Traumazentrum zertifiziert ist. Rasch und behutsam lädt das Team den 31-Jährigen in die H 145 ein und bringt ihn in nur wenigen Minuten zur Uniklinik. Dort übergibt Julia Mangel den Patienten schließlich den weiterbehandelnden Ärzten, ehe sich Christoph München wieder einsatzbereit auf den Rückweg zur Station begibt.

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