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27.04.2017 | News-Bericht

Komplikationen nach Zwillingsgeburt

  • Für einen schnellen und schonenden Transport wurde der Hallenser Hubschrauber der DRF Luftrettung alarmiert. (Symbolbild)
    Für einen schnellen und schonenden Transport wurde der Hallenser Hubschrauber der DRF Luftrettung alarmiert. (Symbolbild)

Kommt ein Kind vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt, spricht man bei der Geburt von einem Frühchen, das häufig mit gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen hat. Dies ist in erster Linie der noch nicht abgeschlossenen Entwicklung und Reifung der inneren Organe geschuldet. Zu den möglichen Folgen gehört u. a. eine Ateminsuffizienz. Kommt es zu Komplikationen, müssen die Kinder zur weiteren Behandlung häufig in Spezialkliniken transportiert werden, wie im Fall einer Zwillingsgeburt Anfang April in einer Klinik in Dessau. Die Säuglinge waren in der 28. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommen und litten beide unter einer sogenannten respiratorischen Insuffizienz. Daher waren sie kurz nach der Geburt intubiert und künstlich beatmet worden. Eine Therapie dieses Atemnotsyndroms konnte jedoch nicht in Dessau erfolgen, hierfür mussten die Frühchen in eine Klinik mit sogenanntem Perinatalzentrum gebracht werden. Bei einem Transport mit einem bodengebundenen Rettungsmittel hätten die intensivpflichtigen Säuglingen über eine Strecke von mehr als 50 Kilometer transportiert werden müssen – zu lange für Frühgeborene, die künstlich beatmet werden müssen.

Ein schneller und weitgehend erschütterungsfreier Transport mit einem Rettungsmittel, das über eine entsprechende intensivmedizinische Ausrüstung verfügt und einer Besatzung mit der notwendigen Expertise war hier erforderlich. Daher wurde die Besatzung des Hallenser Hubschraubers der DRF Luftrettung angefordert. Zunächst flogen Pilot Norbert Ebbighausen und Notfallsanitäter Nico Hiller zum Universitätsklinikum Halle (UKH), um dort den Transportinkubator einzuladen und einen Kinderarzt sowie eine Kinderkrankenschwester mit an Bord zu nehmen. Anschließend hob die BK 117 ab mit Ziel Klinikum Dessau, um dort zunächst eines der Frühgeborenen entgegenzunehmen und in die Kinderintensivstation des UKH zu transportieren. Anschließend wurde das Geschwisterchen im Brutkasten nach Halle geflogen. Da beide Kinder künstlich beatmet werden mussten, konnten sie nicht gemeinsam transportiert werden.

Inkubatortransporte stellen stets eine Besonderheit für die Besatzung dar, weil die intensivmedizinische Technik sehr komplex ist, es spezieller Beatmungsgeräte bedarf etc. Daher nimmt die DRF Luftrettung für solche Spezialtransporte stets ein pädiatrisches Team mit an Bord.

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