09.09.2016 | News-Bericht

Kuh attackiert Wanderin

  • Innerhalb weniger Minuten nach der Alarmierung erreichen die Flugretter die verletzte Frau und übernehmen ihre medizinische Versorgung.
    Innerhalb weniger Minuten nach der Alarmierung erreichen die Flugretter die verletzte Frau und übernehmen ihre medizinische Versorgung.

Der frische Duft von Almwiesen liegt in der Luft. Leise plätschert ein Gebirgsbach ins Tal und rundherum ragen Berggipfel bis über 2.000 Meter in die Höhe. Zahlreiche Wanderer genießen dieses herrliche Alpenpanorama im Tannheimer Tal. Unter ihnen auch zwei Frauen. Nach dem Abstieg vom Vilsalpsee durchqueren sie eine Weide mit frei herumlaufenden Kühen. Fast haben sie das Ende der eingezäunten Wiese erreicht, da setzt sich eine der rund 700 Kilogramm schweren Kühe in Bewegung und läuft direkt auf eine der Wanderin zu. Die 54-jährige Frau will wegrennen, stürzt jedoch zu Boden. Schnell holt das Tier die Wanderin ein und wirft sich auf sie. Ihre Begleiterin versucht ihr zu helfen, muss sich jedoch selbst vor der angreifenden Kuh hinter dem Weidezaun in Sicherheit bringen. Von dort setzt sie einen Notruf ab.

„Solche Kuhattacken sind eher ungewöhnlich“, weiß Jörg Straub, Pilot der ARA Flugrettung in Reutte. „Im Normalfall rennen Kühe nicht ohne Grund auf Wanderer zu. Höchst wahrscheinlich hat sich die Kuh durch irgendetwas gereizt oder bedroht gefühlt. Das kann zum Beispiel bei Muttertieren mit Jungen passieren.“

Die 54-Jährige erleidet bei dem Angriff schwere Verletzungen am Becken, Bein und Rücken. Um sie so schnell wie möglich in eine Spezialklinik zu transportieren, alarmiert der bodengebundene Notarzt nach der ersten Untersuchung die Flugretter in Reutte. Wenige Minuten später ertönt über der Verletzten auch schon das Rattern des Notarzthubschraubers. Kaum hat Pilot Jörg Straub die RK-2 auf einer nahgelegenen Wiese gelandet, eilen Notarzt und Rettungsassistent auch schon zu der Wanderin und übernehmen ihre notärztliche Versorgung. Anschließend bereitet die Hubschrauberbesatzung die Frau für den Transport in eine Spezialklinik vor. Mit der Patientin an Bord startet Pilot Jörg Straub den Notarzthubschrauber und hebt ab in Richtung Immenstadt. Kurz drauf übergeben sie die verletzte Frau zur weiteren Behandlung an das Personal am Krankenhaus Immenstadt im Allgäu.

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