20.11.2018 | News-Bericht

Landung auf schräger Ackerfläche

  • Die Crew von Christoph 80 kommt auf einer Landstraße im Oberpfälzer Wald einer schwer verletzten jungen Frau zu Hilfe.
    Die Crew von Christoph 80 kommt auf einer Landstraße im Oberpfälzer Wald einer schwer verletzten jungen Frau zu Hilfe.

Die Bundesstraße 22 verbindet Woppenrieth mit Großenschwand. Dabei führt die Strecke mehrfach durch herrlich baumreiche Teile des Oberpfälzer Waldes. Hier entspringt der Eilbach, der dem deutsch-tschechischen Pfreimd zuströmt und dabei auch von der Bundesstraße gekreuzt wird.

In dieser idyllischen Landschaft ereignete sich in einer langgezogenen Kurve im Oktober ein dramatischer Unfall, der für eine 22-Jährige und einen 55-Jährigen schlimmste Folgen hatte. Der Mann geriet dabei mit seinem Fahrzeug laut Zeugenaussagen auf die Gegenfahrbahn und stieß mit dem entgegenkommenden Wagen der jungen Frau zusammen.

Beide Personen wurden bei dem Unglück in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und schwerst verletzt – der 55-Jährige tragischerweise so gravierend, dass ein bodengebundener Notarzt am Unfallort nur noch den Tod des Mannes feststellen konnte.

Zur Versorgung und zum Transport der 22-Jährigen alarmierte die Rettungsleitstelle Amberg neben Feuerwehren und zwei Rettungswagen auch den in Weiden stationierten Christoph 80. Wenige Minuten nach der Alarmierung kam die Crew der DRF Luftrettung bereits über dem mit Fahrzeugteilen übersäten Einsatzort an, wobei die Landung das gesamte Können von Pilot Martin Anz erforderte. Denn auf der voll gesperrten Bundesstraße war kein Platz, um die rot-weiße EC 135 sicher zu Boden zu bringen. Anz setzte daraufhin auf einer schrägen Ackerfläche neben der Fahrbahn auf, so dass das medizinische Team von Christoph 80 schnellstmöglich zur 22-Jährigen Verletzten gelangen konnte, die bei der Ankunft des Rettungshubschraubers noch immer in ihrem Fahrzeugwrack gefangen war.

Der Hubschraubernotarzt versorgte die Fahrerin, unterstützt von Notfallsanitäter Thomas Schöner, noch in ihrem Auto. Sie war ansprechbar, hatte aber sehr starke Schmerzen. Zehn Minuten später gelang es der Feuerwehr, die Verunglückte aus dem zerstörten Pkw zu befreien. Nach einer ersten Stabilisierung in einem der Rettungswagen begleitete sie der Hubschraubernotarzt der DRF Luftrettung ins Klinikum Weiden. Dort wurden mehrere Brüche versorgt sowie dem Verdacht auf eine Beckenfraktur und mögliche innere Verletzungen nachgegangen.

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