17.05.2019 | News-Bericht

Landung zwischen Leitungen

  • Auf dem Rückflug zur Station am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden machte die Besatzung Tankstop bei den Kollegen von Christoph 51 und wurde auch gleich für einen Einsatz in der Region alarmiert.
    Auf dem Rückflug zur Station am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden machte die Besatzung Tankstop bei den Kollegen von Christoph 51 und wurde auch gleich für einen Einsatz in der Region alarmiert.
  • Stromleitungen haben die erfahrenen Piloten der DRF Luftrettung immer genau im Blick.
    Stromleitungen haben die erfahrenen Piloten der DRF Luftrettung immer genau im Blick.

Am Wochenende ist gegen 13.20 Uhr ein Fahrer mit seinem „Golf“ älteren Baujahres auf der Kreisstraße 1911 unterwegs. Aus bislang unbekannter Ursache, so das Polizeipräsidium Aalen, kommt er auf einer geraden, leichten Gefällstrecke von Korb in Richtung Waiblingen nach rechts von der Fahrbahn ab und prallt nach 20 Metern gegen einen Baum. Die Konsequenzen sind dramatisch: Am VW entsteht ein Totalschaden. Weitaus schlimmer jedoch die Folgen für den Fahrer: Er erleidet ein Polytrauma, eine lebensgefährliche Mehrfachverletzung. Seine unteren und oberen Extremitäten sind betroffen, zudem der Brustkorb.

Die Rettungsleitstelle Rems-Murr ruft Christoph 43 zu Hilfe. Der in Karlsruhe stationierte Hubschrauber der DRF Luftrettung hatte unmittelbar zuvor einen anderen Notfalleinsatz abgeschlossen und befindet sich bei einem Zwischenstopp am Flugplatz Pattonville bei Stuttgart. Dort, wo die Kollegen des Christoph 51 zu Hause sind, tankt Pilot Volker Buchmann die Maschine auf und ist just fertig, als die Alarmierung erfolgt.

Nur drei Minuten später sind er sowie Hubschraubernotarzt Dr. Markus Benz und Notfallsanitäter Raimund Kosa in der Luft. Die sehr kurze Anflugstrecke ist ebenso schnell überwunden. Am Unfallort ist dann höchste Konzentration der Crew vonnöten: Mehrere sehr hoch aufragende Stromleitungen verlaufen unmittelbar an der Einsatzstelle. Dennoch setzt Pilot Buchmann die rot-weiße EC 135 routiniert direkt neben dem Unglücksort auf die Straße. Die Feuerwehr ist zu diesem Zeitpunkt noch dabei, den Schwerverletzten aus dem Auto zu befreien.

In einem ebenfalls eingetroffenen Rettungswagen übernimmt die medizinische Crew von Christoph 43 den Patienten. Nach dessen Erstversorgung und Stabilisierung wird er in den Hubschrauber eingeladen und so schnell als möglich in die nächste, geeignete Fachklinik gebracht. Beim Start in Richtung des nahen Katharinenhospitals Stuttgart muss die Besatzung der DRF Luftrettung abermals den Leitungen besondere Aufmerksamkeit schenken. Nur wenige Minuten darauf trifft das Team aus Karlsruhe in der Klinik ein und übergibt den Verkehrsteilnehmer im Schockraum an das Klinikpersonal.

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