20.05.2019 | News-Bericht

Lebensbedrohliche arterielle Blutung

  • Er wird gebraucht in der Region: Kürzlich leistete Christoph 64 der DRF Luftrettung bereits seinen 5.000. Einsatz.
    Er wird gebraucht in der Region: Kürzlich leistete Christoph 64 der DRF Luftrettung bereits seinen 5.000. Einsatz.
  • 5.000 Einsätze in drei Jahren und neun Monaten - das zeigt die Wichtigkeit des Christoph 64 für die Region.
    5.000 Einsätze in drei Jahren und neun Monaten - das zeigt die Wichtigkeit des Christoph 64 für die Region.

Ein arbeitsintensiver Tag für die Crew der DRF Luftrettung aus Angermünde: Gleich zwölf Alarmierungen gehen an einem Samstag im Mai bei den Brandenburgern ein. Es ist erst Mittag, Christoph 64 befindet sich auf dem Rückflug des bereits vierten Einsatzes, als die Luftretter abermals angefordert werden, dieses Mal in Hohensaaten. Dort wird gerade ein Mann aus Berlin von einer Rettungswagenbesatzung erstversorgt. Bei dem Patienten besteht der Verdacht auf eine lebensgefährliche Blutung der Schlagader, ein Notarzt wird dringend benötigt. Sofort fliegen Pilot Björn Langner, Hubschraubernotarzt Dr. Tobias Kaschel und Notfallsanitäter Iven Wetzel in die Gemeinde, die nordöstlich von Berlin direkt an der polnischen Grenze liegt.

Nach wenigen Minuten ist das Team am Einsatzort, und Björn Langner setzt die rot-weiße Maschine auf einer Wiese auf. Tobias Kaschel untersucht den Patienten eingehend und verwendet dafür auch das mobile Ultraschallgerät der DRF Luftrettung, das Christoph 64 stets mitführt. Mit dem medizintechnischen Gerät können freie Flüssigkeiten im Körper eines Patienten erkannt werden, und so stellt Kaschel fest, dass der Mann offenbar eine arterielle Blutung im Bauchraum hat. „Bei so einer Diagnose rettet den Patienten nur eine schnelle Operation“, verdeutlicht Pilot Langner den vorläufigen Befund.

Rasch entscheidet der Notarzt der DRF Luftrettung, dass der Berliner bodengebunden ins nahegelegene Klinikum Barnim Werner-Forßmann-Krankenhaus in Eberswalde gebracht werden soll. Der Mediziner begleitet den Patienten im Rettungswagen. In Eberswalde angekommen, übergibt er den Mann den weiterbehandelnden Ärzten. Etwa drei Liter Blut hat der Mann verloren.

Auf dem Hubschrauberlandeplatz der Klinik warten indes der Pilot und der Notfallsanitäter von Christoph 64, die zwischenzeitlich die EC 135 aufgetankt haben, auf den gemeinsamen Rückflug mit Kaschel. Doch wenig später, um kurz vor halb zwei, geht ein neuer Anruf der Leitstelle ein: „Schwerer Verkehrsunfall, eingeklemmte Person“ lautet der sechste Alarmierungsgrund des Tages für die Crew aus der Uckermark, die sich sogleich auf den Weg macht.

An jenem Samstag, berichtet Björn Langner, sei die Angermünder Besatzung der DRF Luftrettung nicht nur sehr viel unterwegs gewesen, sie habe zudem auch ihren 5.000. Einsatz geflogen. „Dies haben wir in drei Jahren und neun Monaten geschafft. Es zeigt, wie wichtig der Christoph 64 gerade für die ländliche Region ist“, unterstreicht der Pilot.

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