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05.05.2017 | News-Bericht

Lebensgefahr durch Kohlenmonoxidvergiftung

  • In Lebengefahr schwebte ein Mann, nachdem er giftiges Kohlenmonoxid eingeatmet hatte. Die Nürnberger Luftretter flogen ihn schnellstmöglich zur Behandlung in eine Druckkammer.
    In Lebengefahr schwebte ein Mann, nachdem er giftiges Kohlenmonoxid eingeatmet hatte. Die Nürnberger Luftretter flogen ihn schnellstmöglich zur Behandlung in eine Druckkammer.

Es ist farb-, geruch- und geschmacklos – und hochgiftig. Gerade deshalb ist Kohlenmonoxid so gefährlich. Denn im Unterschied zu Rauch wird das Gas von anwesenden Personen nicht wahrgenommen. So muss es auch einem 75 Jahre alten Mann ergangen sein, der an einem Sonntagnachmittag in seiner Nürnberger Wohnung plötzlich das Bewusstsein verloren hatte. Angehörige riefen über die Notrufnummer 112 sofort die Leitstelle an, die bodengebundene Rettungskräfte zum Wohnort des Mannes alarmierte.

Als Maßnahme des Eigenschutzes tragen Rettungskräfte CO-Warngeräte bei sich, die beim Betreten der Wohnung auch sofort anschlugen. Daraufhin wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr mit schwerem Atemschutz angefordert, die zunächst alle Personen aus dem Anwesen ins Freie brachten. Der bewusstlose Patient wurde in einen Rettungswagen verbracht und von einem bodengebundenen Notarzt vor Ort untersucht. Dieser maß bei dem 75-Jährigen einen lebensgefährlich hohen CO-Wert. Die Retter mussten davon ausgehen, dass der Mann sich eine schwere Kohlenmonoxidvergiftung zugezogen hatte.

In diesem Fall kann Betroffenen mit einer Therapie in einer Druckkammer geholfen werden. Dort atmen Patienten über Schläuche reinen Sauerstoff ein, durch den Überdruck wird der Sauerstoff in Blut, Zell- und Lymphflüssigkeit gelöst, das Kohlenmonoxid wird abgeatmet. Wichtig ist jedoch, dass mit der Therapie schnellstmöglich begonnen wird. Daher forderte der Notarzt vor Ort über die Leitstelle Nürnberg die Besatzung von Christoph Nürnberg an, um den in Lebensgefahr schwebenden Mann in eine Druckkammer zu transportieren.

Als die Nürnberger Besatzung am Einsatzort eintraf, war der Patient bereits in Narkose gelegt worden, er wurde mit 100-prozentigem Sauerstoff beatmet. Die Luftretter übernahmen den Patienten von den bodengebundenen Rettungskräften und schlossen ihn an die Sauerstoffversorgung und Überwachung im Hubschrauber an. Anschließend startete der Pilot die Maschine und nahm Kurs auf das St. Josef Krankenhaus in Regensburg. Nach kurzer Flugzeit konnte die Crew den Patienten dem Druckkammer-Team übergeben.

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