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13.06.2017 | News-Bericht

Lebensgefahr nach Frontalcrash – Christoph 38 im Einsatz

  • Frontaler Zusammenstoß am Morgen auf einer Landstraße: Einer der Verletzten schweb in Lebensgefahr.
    Frontaler Zusammenstoß am Morgen auf einer Landstraße: Einer der Verletzten schweb in Lebensgefahr.

„Wenn zwei Fahrzeuge auf einer Landstraße frontal zusammenstoßen, wirken auf die Insassen enorme Kräfte", erklärt Matthias Braun, Rettungsassistent an Bord von Christoph 38. „Für uns heißt das, dass wir es in diesen Fällen oft mit Patienten zu tun haben, die schwerstverletzt sind und deren Leben an einem seidenen Faden hängt. Zudem müssen sie häufig noch aus ihrem Fahrzeug befreit werden, was wertvolle Zeit kostet und unsere Arbeit in dieser Phase sehr schwierig macht."

So war auch die Situation, die die Besatzung der DRF Luftrettung auf einer Landstraße im Landkreis Ostsachsen vorfanden. Zwei PKW waren hier bei einem Überholmanöver zusammengestoßen. Matthias Braun beschreibt die Lage am Unfallort: „Beide Unfallautos waren stark verformt, was auf einen starken Aufprall hinwies. Ein Fahrzeug war in den Graben geschleudert worden, sein Fahrer war eingeklemmt und wurde gerade von der Feuerwehr befreit. Mein Kollege, Hubschraubernotarzt Dr. Mark Frank, und ich begannen sofort, den Mann zu versorgen. Vor allem sein Oberkörper war sehr schwer verletzt und er entwickelte einen sogenannten Pneumothorax, bei dem Blut und Luft auf Lunge und Herz drücken. Er schwebte in akuter Lebensgefahr!"

Dr. Frank und Matthias Braun legten den Fahrer daher in Narkose und intubierten ihn, sobald er aus dem Fahrzeugwrack befreit worden war. Dann führten sie noch vor Ort eine sogenannte Thoraxdrainage durch, bei der durch einen kleinen Schnitt zwischen den Rippen Blut und Luft entfernt werden. Der erfahrene Rettungsassistent erklärt, warum dies wichtig war: „Die Thoraxdrainage entlastete das Herz und die Lunge des Patienten sofort. Deutlich sichtbar war dies an seinen Vitalwerten, die wir über unsere Geräte ständig im Blick hatten. So konnten wir ihn stabilisieren und für den Transport in eine Klinik der Maximalversorgung vorbereiten."

Nachdem der Verletzte an Bord von Christoph 38 gebracht worden war, ließ Pilot Peter Flor die Triebwerke wieder an und nahm Kurs auf das Universitätsklinikum Dresden. Bereits nach wenigen Flugminuten setzte Peter Flor zur Landung an. Nur wenige Minuten später war der Patient im Schockraum und konnte dort weiterversorgt werden.

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