Sie sind hier

20.09.2016 | News-Bericht

Lebensgefahr nach Frontalkollision

  • Christoph 44 auf dem Weg zur Unfallstelle im Harz.
    Christoph 44 auf dem Weg zur Unfallstelle im Harz.

Die Landstraße schlängelt sich in Kurven durch das Waldgebiet, vorbei an der „Steilen Wand“, einem rund 520 Meter hohem Bergrücken im Harz. Ein Motorradfahrer legt sich auf seiner Maschine in die Kurven, immer wieder beschleunigt er, der Motor dröhnt durch die Stille der Natur.

Gleichzeitig ist ein vollbesetzer Kleinbus auf der Straße unterwegs, in entgegengesetzer Fahrtrichtung. Die beiden Fahrzeuge kommen sich immer näher, plötzlich taucht der Zweiradfahrer auf der Fahrbahn des Kleinbusses auf. Mit voller Wucht kracht die Maschine mit ihrem 48-jährigen Fahrer frontal in den Bus. Die Glasscheibe des Busses zersplittert, das Motorrad gleicht einem Trümmerhaufen. Sofort setzen die Insassen des Kleinbusses einen Notruf ab.

Feuerwehren, Rettungswagen und der Göttinger Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung werden alarmiert, mehrere Verletzte werden vermutet. „Als vormittags der Notruf der Leitstelle bei uns einging, starteten wir unverzüglich mit unserem Hubschrauber Richtung Harz. Bereits aus der Luft konnten wir die völlig demolierten Fahrzeuge sehen und setzten zur Landung auf der engen Straße an“, erzählt Pilot Mathias Mader. Notarzt Dr. Gereon Gries und Rettungsassistent Christian Schulze eilen zum Motorradfahrer, bei dem jede Minute zählt. Der Patient verliert immer wieder das Bewusstein, ist nicht ansprechbar und die Atmung wird zunehmend schwieriger. Sein Kreislauf wird binnen kürzester Zeit instabiler, er muss sofort in eine Klinik der Maximalversorgung transportiert werden. „Notarzt und Rettungsassistent intubierten den Schwerstverletzten vor Ort und beatmeten ihn. Er hatte diverse Brüche am ganzen Körper, Verletzungen an Bauch und Brustkorb, ein Bein war nahezu abgetrennt. Ohne den schnellen Transport in eine Klinik wäre er vermutlich an der Unfallstelle gestorben“, erinnert sich Mathias Mader an den Kampf um das Leben des Mannes.

Auf dem schnellsten Weg fliegt ihn die Besatzung von Christoph 44 in die Uniklinik nach Göttingen. Im Schockraum der Klinik übergeben die Luftretter den Patienten den bereits aus der Luft vorinformierten Chrirurgen. Die neun Insassen des Kleinbusses werden währenddessen vom bodengebundenen Rettungsdienst versorgt, sie wurden nur leicht verletzt.

Weitere Neuigkeiten:

Die Station zum Beitrag:

Standorte DRF Luftrettung

Auswählen und mehr erfahren

Von wo starten unsere Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge zu ihren Einsätzen? Wer koordiniert eine Patientenrückholung aus dem Ausland? Und wo wird unsere Flotte eigentlich gewartet? Lernen Sie die Hubschrauberstationen, das Operation-Center und den Ambulanzflugbetrieb der DRF Luftrettung kennen. Mit einem Klick auf eine unserer Stationen können Sie den jeweiligen Einsatzradius des Hubschraubers erkennen. Weitere Einblicke und Hintergrund- informationen erhalten Sie auf den Stationsseiten.

Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Alle Standorte

Mehr zur Station:

01.10.2014 | News-Bericht
Am 18. September erhielt die Göttinger Station der DRF Luftrettung eine Spende von 500,- Euro. Tanja Biallas, Förderin der DRF Luftrettung, hatte am 1. Harzer Hexentrail…