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18.09.2017 | News-Bericht

Lebensgefahr nach Frontalzusammenstoß

  • Bei frontalen Zusammenstößen von Fahrzeugen wirken enorme Kräfte auf die Insassen. Schwere Verletzungen sind häufig die Folge. Christoph Weser wurde zu einem schweren Unfall nahe Worpswede nachalarmiert. Symbolbild.
    Bei frontalen Zusammenstößen von Fahrzeugen wirken enorme Kräfte auf die Insassen. Schwere Verletzungen sind häufig die Folge. Christoph Weser wurde zu einem schweren Unfall nahe Worpswede nachalarmiert. Symbolbild.

„An den Fahrzeugen konnte man deutlich sehen, welche enormen Kräfte bei dem Frontalzusammenstoß gewirkt hatten", erinnert sich Adriana Langer, Pilotin auf Christoph Weser, dem Bremer Hubschrauber der DRF Luftrettung. „Auf der Landstraße bei Worpswede waren ein Opel und ein Passat aufeinandergeprallt. Eine Person war dabei schwer, zwei weitere glücklicherweise nur leicht verletzt worden. Letztere wurden mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht, für die Versorgung und den Transport des Schwerverletzten alarmierte der bodengebundene Notarzt uns mit Christoph Weser nach."

Hochrasanztrauma nennen Notfallmediziner die typischen Verletzungen, die Patienten beispielsweise bei Verkehrsunfällen davontragen. Die Betroffenen erleiden häufig Kopfverletzungen, verschiedene Brüche und innere Verletzungen. Karl Gröling, Leitender Notfallsanitäter an Bord des Bremer Hubschraubers der DRF Luftrettung, erklärt, warum diese besonders tückisch sein können: „Innere Verletzungen sind oft lebensbedrohlich, von außen aber eben nicht zu sehen. Das heißt, dass wir nach Anzeichen suchen müssen, die auf Verletzungen im Bauch oder Brustkorb hindeuten. Hinweise auf eine starke Blutung im Bauchraum können zum Beispiel eine harte Bauchdecke oder ein plötzliches Absinken des Blutdrucks sein. Zudem setzen wir in diesen Fällen das mobile Ultraschallgerät des Hubschraubers ein, um Blutungen zu bestätigen oder auszuschließen."

Neben Verletzungen der Organe kann auch der Bruch des Beckens schnell zu lebensgefährlichem Blutverlust führen. Daher erhielt der verletzte Autofahrer neben einer stabilisierenden Halskrause auch eine sogenannte Beckenschlinge. Mit der Schaufeltrage wurde er auf die Vakuummatratze des Hubschraubers gelegt, die den Körper fest umschließt und so stabilisiert. Intubiert und beatmet brachten ihn Karl Gröling und Hubschraubernotarzt Dr. Tobias Sasse zum Hubschrauber. Pilotin Adriana Langer ließ die Triebwerke wieder an, dann waren Besatzung und Patient auf dem Weg nach Bremen. Im dortigen Klinikum Bremen-Mitte übergaben die Luftretter den Patienten dem Schockraumteam, bevor sie an die Station zurückkehrten.

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