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17.11.2015 | News-Bericht

Lebensrettender Flug: Jugendlicher um ein Haar verblutet

Dramatischer Notfall im November zwischen Süderlügum und Ellhöft in Nordfriesland: In einem Auto auf einer Landstraße blutete ein Jugendlicher stark aus dem Mund. Drei Tage zuvor hatte er die Gaumenmandeln entfernt bekommen. Die Integrierte Leitstelle Nord in Harrislee alarmierte den Niebüller Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung um kurz vor zehn am Morgen. Sowohl das Notarzteinsatzfahrzeug als auch alle Rettungswagen in der Nähe waren im Einsatz. Schnell eilte die Besatzung zum Hubschrauber und startete. Auf der Landstraße fanden sie nach nur vierminütigem Flug einen Patienten vor, der nach wie vor stark aus dem Mund blutete und schon Zeichen eines Schocks zeigte. Hubschraubernotarzt Dr. Hans-Ralph Burow und Rettungsassistent Carsten Dummann schätzten, dass der Jugendliche bereits über einen Liter Blut verloren hatte. Lebensgefahr drohte. Sie legten sofort zwei große Venenzugänge und gaben Infusionen. Dann brachten sie den Patienten zum Hubschrauber. Mit Kühlpacks versuchten sie, die Blutung zu stoppen, was aber nicht gelang. Es war klar, dass der Patient so schnell wie möglich in einer HNO-Klinik versorgt werden musste, um sein Leben zu retten. Zielkrankenhaus wäre eigentlich das Diakonissen-Krankenhaus Flensburg gewesen. Doch das übliche Vorabtelefonat von Carsten Dummann mit dem Krankenhaus ergab, dass dort gerade kein HNO-Facharzt verfügbar war. Daher alarmierte die Hubschrauberbesatzung den Schockraum, die Anästhesie und den HNO-Belegarzt des Klinikums Niebüll. Nur zehn Minuten nach der Landung war die Crew mit Patient bereits wieder in der Luft und auf dem Weg nach Niebüll. Die Zeit drängte, der Jugendliche schwebte in Lebensgefahr. In Niebüll brachten Dr. Burow und Carsten Dummann ihn im Laufschritt in den OP, in dem das Ärzte-Team schon bereit stand. Carsten Dummann ist erleichtert, dass Christoph Europa 5 gerade noch rechtzeitig an der Klinik angekommen ist: „Es war wirklich Rettung in letzter Minute. Die Blutung konnte operativ gestillt werden. Als wir nachfragten, war der Junge auf dem Weg der Besserung. Der Einsatz zeigt gut, dass die Minuten, die wir mit dem Hubschrauber gewinnen, über Leben und Tod entscheiden können.“

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