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28.08.2015 | News-Bericht

Leichtsinnig das Leben riskiert

"Ein bisschen Leichtsinn kann nicht schaden“, singen die Comedian Harmonists in einem Lied. Doch wie so oft kommt es auch hier auf die richtige Dosierung an. Zu viel Leichtsinn schadet in jedem Fall und kann sogar lebensgefährliche Folgen haben, wie folgender Einsatz zeigt: Am 17. August 2015 zeigte sich die Ostsee vor Usedom von ihrer rauen Seite: Hohe Wellen, starker Wind und eine gefährliche Unterströmung machten das Baden gefährlich, weshalb am Strand die rote Flagge wehte. Davon zeigten sich mehrere Personen jedoch unbeeindruckt und stiegen bei Bansin dennoch in die Fluten. Kurze Zeit später konnten sich die Personen aus eigener Kraft nicht mehr ans Ufer retten. Weitere Badegäste versuchten zu helfen und gerieten ebenfalls in Seenot. Daraufhin alarmierten Strandbesucher die Wasserwacht. Da der Greifswalder Hubschrauber der DRF Luftrettung gerade unterwegs bei einem Einsatz waren, forderte um 15:45 Uhr die Leitstelle Greifswald die Kollegen aus Angermünde zur Ostseeküste bei Bansin an. Zwei Minuten später nahm Pilot Holger Wolff Kurs auf das 110 Kilometer Luftlinie entfernte Seebad, mit an Bord waren Notarzt Dr. Gerd Hartmann und Rettungsassistent Martin Bosch. Gemeldet wurde ein Badeunfall mit fünf Personen, die sich im Wasser befinden. Im Anflug auf den Einsatzort hatte die Leitstelle die Anzahl der Personen dann auf zehn erhöht. Was das Großaufgebot an Rettungskräften am Ostseebad erklärte. Ergänzend zur Besatzung der DRF Luftrettung aus Angermünde wurde ein weiterer Hubschrauber alarmiert, außerdem waren u.a. Rettungsschwimmer der DLRG, die ein Seenotrettungskreuzer der DGzRS, polnische Seenotretter sowie bodengebundene Rettungskräfte im Einsatz. Bei der Landung von Christoph 64 waren alle Personen bereits an Land gebracht worden. Die medizinische Hubschrauberbesatzung übernahm einen 44 Jahre alten Mann, der beinahe ertrunken war. Er war völlig erschöpft und unterkühlt. „Wir haben den Patienten in eine Rettungsdecke gewickelt, damit er nicht weiter auskühlt und ihn mit Sauerstoff versorgt“, erklärt Rettungsassistent Martin Bosch. Anschließend wurde er an das Monitoring angeschlossen und an Bord des Hubschraubers der DRF Luftrettung in das Uniklinikum Greifswald transportiert. Insgesamt mussten drei Schwimmer zur stationären Behandlung in Krankenhäuser Wolgast und Greifswald gebracht werden.

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