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12.07.2016 | News-Bericht

Lkw durchbricht Mittelleitplanke

  • Einsatz in heftigen Regenschauern: Die Flugretter des Fresacher Notarzthubschraubers nach dem Unfall auf der A 2 zwischen Villach und Klagenfurt.
    Einsatz in heftigen Regenschauern: Die Flugretter des Fresacher Notarzthubschraubers nach dem Unfall auf der A 2 zwischen Villach und Klagenfurt.

Regen, Regen, Regen. Auf der Autobahn entlang des Wörthersees können die Autofahrer keinerlei Alpenpanorama sichten, nur graue Regenfronten. Lautstark spritzt das Wasser in die Radkästen und seitlich an den Autos empor.

Plötzlich verliert ein Lastwagenfahrer die Kontrolle über seinen Sattelzug. Mit quietschenden Reifen rast er auf die Gegenfahrbahn zu und durchbricht mit enormer Wucht die betonierte Mittelleitplanke. Vor einem Kleintransporter schießt der Lastwagen auf die Gegenfahrbahn, samt großen Bruchstücken der Betonleitwand. Der Fahrer des Kleintransporters kann nicht mehr rechtzeitig bremsen und rast in die Unfallstelle.

Sofort bilden sich in beide Fahrrichtungen erhebliche Staus. Diese erschweren das Durchkommen von bodengebundenen Rettungskräften zu den zwei Verletzten. Doch der 38-jährige Lenker des Kleintransporters ist so schwer verletzt, dass er schnellstmöglich einen Notarzt benötigt. Die Rettungsleitstelle Kärnten alarmiert deshalb den Fresacher Notarzthubschrauber der ARA Flugrettung.

Bei strömendem Regen startet Pilot Jürgen Würtz die Rotoren des rot-weißen Hubschraubers und fliegt mit Notarzt Dr. Andreas Egarter, Notfallsanitäter Franz Fantic und Flugretter René Sickinger sofort zur Unfallstelle. Kaum setzen die Kufen von „RK-1“ auf der Autobahn auf, eilen Notarzt und Notfallsanitäter schon zu den verunglückten Fahrern. Schnell stellen sie fest, dass der Fahrer des Kleintransporters sich an der Wirbelsäule verletzt hat und es besteht auch der Verdacht auf innere Verletzungen. Nach der medizinischen Versorgung muss der Patient so schnell und schonend wie möglich in eine Spezialklinik transportiert werden. „Für einen solchen Notfall ist der Notarzthubschrauber der ARA Flugrettung optimal ausgestattet“, erzählt Pilot Jürgen Würtz. Der Schwerverletzte wird auf eine Vakuummatratze gebettet und an Bord des Fresacher Hubschraubers aufgenommen. Während die Aufräumarbeiten auf der Autobahn noch in vollem Gang sind, hebt „RK-1“ bereits wieder vom Boden ab und fliegt den Patienten nach Villach ins Krankenhaus, wo die Hubschrauberbesatzung ihn an das Klinikpersonal übergibt.

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