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13.06.2017 | News-Bericht

LKW-Fahrer entdeckt verunglücktes Ehepaar

  • Kürzlich wurden die Freiburger Besatzung der DRF Luftrettung zu einem schweren Autounfall alarmiert und war mit Christoph 54 schnell zur Stelle. Symbolbild.
    Kürzlich wurden die Freiburger Besatzung der DRF Luftrettung zu einem schweren Autounfall alarmiert und war mit Christoph 54 schnell zur Stelle. Symbolbild.

Ein älteres Ehepaar befährt eine Landstraße im Landkreis Lörrach. Plötzlich reagiert der am Steuer sitzende Mann nicht mehr, ist nicht ansprechbar. In einer Rechtskurve lenkt er nicht, sodass das Fahrzeug geradeaus zwischen die Bäume fährt und erst rund 30 Meter später an einem Fluss zum Stehen kommt. Niemand hat etwas bemerkt und aus einem normalen PKW heraus ist der Unfallwagen von der Straße nicht zu sehen.

Doch die beiden schwer verletzten Senioren haben Glück im Unglück und werden entdeckt: Ein aufmerksamer LKW-Fahrer passiert die Stelle, bemerkt das Auto und eilt zu Hilfe. Die Rettungskette läuft an. Die Freiburger Luftretter treffen eine Viertelstunde nach der Alarmierung durch die Leitstelle Lörrach am Unfallort ein. Pilot Oliver Barth kann in der Nähe landen, Notarzt Dr. Bonaventura Schmid und Notfallsanitäter Ralf Mewes beginnen mit der Versorgung der Verletzten, noch während sie von der Feuerwehr aus dem Autowrack befreit werden.

Die Beifahrerin, die die Crew von Christoph 54 versorgt, ist so schwer verletzt, dass sie in Lebensgefahr schwebt. „Durch die großen Kräfte, die bei einem Verkehrsunfall wirken, hatte die Frau ein sogenanntes stumpfes Thoraxtrauma erlitten", erklärt Ralf Mewes. „Das heißt, dass unter anderem mehrere innere Organe verletzt waren, was zum inneren Verbluten führen kann. Auch ihre Halswirbelsäule war betroffen. Ihr Zustand war allerdings stabil und sie war auch ansprechbar. So legten wir den Schwerpunkt unserer Versorgung auf die Schmerztherapie und darauf, sie für den schnellen und schonenden Transport in ein Traumazentrum vorzubereiten", so der erfahrene Notfallsanitäter.

Die Frau erhält eine stabilisierende Halskrause und ihre Verletzungen werden versorgt. Der Hubschraubernotarzt und der Notfallsanitäter der DRF Luftrettung schließen sie an die Überwachungsgeräte des Hubschraubers an und bringen sie zu Christoph 54.

„Bei Patienten, die lebensgefährliche Mehrfachverletzungen erlitten haben, zählt jede Minute", erläutert Ralf Mewes. „Die medizinischen Fachgesellschaften sagen ganz klar: Die besten Chancen haben Unfallopfer, wenn sie innerhalb einer Stunde nach dem Unfall in einem spezialisierten Traumazentrum versorgt werden. Der Flug mit dem Hubschrauber spart hier wertvolle Minuten."

Auch der Transport der schwerverletzten Frau nach Freiburg dauert nur wenige Minuten. In der Uniklinik übergibt die Crew die Patientin dem Schockraumteam. Der auch schwer verletzte Fahrer des Unfallwagens wird nach der notärztlichen Versorgung vor Ort ebenfalls in eine Klinik gebracht.

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