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22.05.2017 | News-Bericht

Magdeburger Luftretter im Einsatz bei Herzinfarktpatienten

  • Bei einem Herzinfarkt tickt die Uhr. Betroffene müssen umgehend von einem Notarzt versorgt und in einer spezialisierten Klinik behandelt werden.
    Bei einem Herzinfarkt tickt die Uhr. Betroffene müssen umgehend von einem Notarzt versorgt und in einer spezialisierten Klinik behandelt werden.

„Bei plötzlichen Schmerzen in der Brust sollte auf jeden Fall der Notarzt alarmiert werden, vor allem, wenn sie in den linken Arm ausstrahlen", unterstreicht Thomas Scheffler, Notfallsanitäter an Bord von Christoph 36. „Denn das sind die klassischen Symptome für einen Herzinfarkt. Und wenn das Herz tatsächlich nicht mehr gut versorgt wird, ist das Leben des Patienten in Gefahr und es zählt jede Minute."

Die Magdeburger Besatzungen der DRF Luftrettung versorgen und transportieren häufig Patienten, die einen Herzinfarkt erlitten haben. So auch kürzlich. Gleich morgens alarmierte die Leitstelle Börde Pilot Marco Cramme, Notarzt Dr. Stefan Zacharias und Notfallsanitäter Thomas Scheffler zu einer älteren Frau nach Osterweddingen. Das mit den Geräten des Hubschraubers aufgezeichnete EKG zeigte deutliche Zeichen einer Herzerkrankung, sodass Dr. Zacharias nach der notärztlichen Versorgung vor Ort den sofortigen Transport der Patientin in eine Klinik anordnete.

Thomas Scheffler erklärt: „Der Herzinfarkt ist eine der Erkrankungen, bei denen die medizinischen Fachgesellschaften ganz klar sagen: Zeit rettet Leben. Dabei geht es zum einen darum, dass Betroffene so schnell wie möglich von einem Notarzt versorgt werden. Zum anderen müssen sie dann innerhalb kürzester Zeit in einer kardiologischen Spezialklinik behandelt werden. In beiden Fällen bietet die Luftrettung oft einen erheblichen Zeitvorteil."

Am Nachmittag dann die zweite Alarmierung an diesem Tag mit dem Meldebild „Verdacht auf Herzinfarkt". Eine 70 Jahre alte Frau hatte den typischen Druck unter dem Brustbein und Schmerzen bis in den linken Arm. Der Einsatzort lag in Magdeburg, sodass die Besatzung wenige Minuten nach der Alarmierung schon bei der Patientin war. Nach der Prüfung ihrer Vitalwerte lasen der Hubschraubernotarzt und der Notfallsanitäter ein EKG aus, das tatsächlich auf einen Herzinfarkt hinwies. „Die Standardbehandlung vor Ort ist in diesem Fall, Heparin und Acetylsalicylsäure zu geben, besser bekannt als ASS", erläutert Thomas Scheffler. „Beide Substanzen verdünnen das Blut und entlasten so das Herz schnell und effektiv, bis in der Spezialklinik weiterbehandelt werden kann."

Anschließend wurde die Patientin für die weitere Diagnostik und Behandlung in das Klinikum Pfeiffersche Stiftungen Magdeburg gebracht. Die Besatzung von Christoph 36 kehrte an die Station zurück.

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