04.06.2018 | News-Bericht

Mann von Bohrer eingeklemmt

  • Glück im Unglück hatte ein Arbeiter, als er bei Arbeiten mit einer Erdbohrmaschine eingeklemmt wurde. Die Besatzung von Christoph 53 aus Mannheim flog den Mann schnell in eine Spezialklinik. Symbolbild.
    Glück im Unglück hatte ein Arbeiter, als er bei Arbeiten mit einer Erdbohrmaschine eingeklemmt wurde. Die Besatzung von Christoph 53 aus Mannheim flog den Mann schnell in eine Spezialklinik. Symbolbild.

„Die Alarmierung ließ Schlimmes befürchten“, beschreibt Notfallsanitäter Oliver Lutz die Situation, als auf der Station Mannheim der DRF Luftrettung kürzlich zur Mittagszeit der Rufmeldeempfänger losging – bereits zum fünften Mal an jenem Tag. „,Maschinenunfall, Person eingeklemmt‘, gab die Rettungsleitstelle Rhein-Neckar durch.“ Lutz und seine Kollegen, Pilot Markus Becker und Hubschraubernotarzt Dr. Lars Reinhardt, eilten zur rot-weißen EC 135. Diese nahm alsdann Kurs auf den Unfallort im etwa 20 Kilometer Luftlinie südlich gelegenen Waghäusel.

Aus der Luft sei dort bereits ein großes Aufgebot an Rettungskräften sichtbar gewesen: Notarzt, Rettungswagen und Feuerwehr waren vor Ort. „Im Bereich der Einsatzstelle befanden sich viele Stromüberlandleitungen, was die Landung anspruchsvoll machte“, erinnert sich Lutz. Doch Pilot Becker setzte souverän in einem Feld nahe des Unfallortes auf, sodass Lutz und Dr. Reinhardt schnell beim Verunglückten sein konnten. Der 58-Jährige sei dabei gewesen, mit einem Erdbohrer Löcher für neue Leitplankenpfosten in den Boden zu drillen, als ihn der Bohrer zur Seite gepresst habe. Der Mann sei infolgedessen bis zur Hüfte zwischen jener Maschine und der Leitplanke eingeklemmt worden. Der Anblick des eingequetschten, vor Schmerzen schreienden Patienten verhieß dem medizinischen Team von Christoph 53 nichts Gutes: „Man musste vermuten, dass er ab der Hüfte abwärts schwerste Verletzungen erlitten hat. Initial dachte ich: ,Becken und Beine, da muss alles kaputt sein‘“, so Oliver Lutz.

Doch der Verunfallte hatte offenbar großes Glück: Nachdem der Mann befreit war, konnten keine größeren Verletzungen erkannt werden. Da aber aufgrund des Unfallhergangs innere Verletzungen nicht auszuschließen waren, wurde der 58-Jährige mit Christoph 53 zur Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen geflogen. „Er muss einen sehr guten Schutzengel gehabt haben, denn es stellte sich heraus, dass er wirklich nur Prellungen davongetragen hatte“, berichtet Oliver Lutz im Nachgang erleichtert.

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