Sie sind hier

29.09.2017 | News-Bericht

Mit der Seilwinde hochgezogen

  • Schneller und schonender Transport eines Schwerverletzten in eine Spezialklinik dank der Rettungswinde von Christoph 27.
    Schneller und schonender Transport eines Schwerverletzten in eine Spezialklinik dank der Rettungswinde von Christoph 27.

Der Maifelsen im niederbayrischen Essing ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Naturfreunde, liegt er doch mitten im idyllischen Altmühltal, tief eingebettet zwischen den sanften Hügeln der Fränkischen Alb. Auch einen Sportkletterer zog es kürzlich zu der aus einem Waldgebiet ragenden Formation. Doch als der 41-Jährige den Fels erklomm, verlor er den Halt und stürzte vier Meter in die Tiefe. Wie sich später herausstellte, zog er sich dabei einen Unterschenkelbruch und eine Wirbelsäulenverletzung zu.

Der bodengebundene Rettungsdienst, der dem abgestürzten Mann zügig zur Hilfe kam, versorgte ihn direkt am Fuß des Felsens. Da der Patient aufgrund seiner Rückenverletzung jedoch so wenig wie möglich bewegt werden durfte, wurde Christoph 27 zur Unglücksstelle gerufen. Denn einerseits ist der Lufttransport schonender als eine bodengebundene Beförderung und andererseits verfügt der Nürnberger Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung über eine Seilwinde, mit der die Besatzung das Unfallopfer nach oben ziehen konnte. „Andernfalls hätte der Patient durch das Waldstück getragen werden müssen, wodurch er nicht in einer stabilen Lage gewesen wäre. Die Windenrettung ist das optimale und schonendste Mittel in so einem Fall“, erklärt Tilman Blaich, Pilot auf Christoph 27, der sich nach der Alarmierung mit Hubschraubernotarzt Dr. Jürgen Lehniger sowie Rettungsassistent und Winchoperator Zoltan Nick auf den Weg nach Essing machte.

Als die Luftretter den Einsatzort erreichten, war auch die Bergwacht eingetroffen. Lehniger eilte zu dem unter starken Schmerzen leidenden Patienten und versorgte ihn gemeinsam mit dem bodengebundenen Rettungsdienst, während Blaich und Nick die Windenrettung vorbereiteten. Für diese positionierte Blaich die EC 135 direkt über der Unfallstelle. In einem Bergesack gesichert, wurde das Unfallopfer von Christoph 27 und der Bergwacht hinaufgezogen und bei einem Zwischenstop für den Transport vorbereitet. Zehn Minuten nach dem Abflug vom Einsatzort erreichte die Nürnberger Crew die Uniklinik in Regensburg, in der das dortige Ärzteteam die weitere Behandlung des Patienten übernahm.

Weitere Neuigkeiten:

Die Station zum Beitrag:

Standorte DRF Luftrettung

Auswählen und mehr erfahren

Von wo starten unsere Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge zu ihren Einsätzen? Wer koordiniert eine Patientenrückholung aus dem Ausland? Und wo wird unsere Flotte eigentlich gewartet? Lernen Sie die Hubschrauberstationen, das Operation-Center und den Ambulanzflugbetrieb der DRF Luftrettung kennen. Mit einem Klick auf eine unserer Stationen können Sie den jeweiligen Einsatzradius des Hubschraubers erkennen. Weitere Einblicke und Hintergrund- informationen erhalten Sie auf den Stationsseiten.

Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Alle Standorte

Mehr zur Station:

Christoph 27 der DRF Luftrettung schnell vor Ort bei Massenkarambolage. Symbolbild.
28.04.2016 | News-Bericht
Die Obstbäume blühen, die ersten Grillpartys gab es und viele haben auch schon die Winterreifen im Keller verstaut. Nicht umsonst ist der April jedoch für sein wechselhaftes…