29.11.2018 | News-Bericht

Mit Nachtsichtbrillen auf die Autobahn 9

  • Bei Einsätzen in der Nacht kommen in den Hubschraubern der DRF Luftrettung hochmoderne Nachtsichtbrillen zum Einsatz, die Flüge in Dunkelheit noch sicherer machen.
    Bei Einsätzen in der Nacht kommen in den Hubschraubern der DRF Luftrettung hochmoderne Nachtsichtbrillen zum Einsatz, die Flüge in Dunkelheit noch sicherer machen.

Es war schon das zweite Mal innerhalb jener Woche, dass die Autobahn 9 an diesem Herbstabend wegen eines schweren Unfalls für Stunden voll gesperrt werden musste: Aus zunächst ungeklärter Ursache kollidierten ein Kleintransporter mit Anhänger und ein Pkw nahe der Anschlussstelle Niemegk in Fahrtrichtung Berlin. Dadurch überschlug sich das Auto, die Beifahrerin wurde darin eingeklemmt und schwer verletzt. Während beide Fahrer der beteiligten Wagen ihre Fahrzeuge selbst verlassen konnten, musste die 29-jährige Frau von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Wrack befreit werden.

Wegen der anzunehmenden Schwere ihrer Verletzungen beorderte die Rettungsleitstelle Brandenburg neben mehreren Wehren, bodengebundenen Notärzten und Rettungswagen auch Christoph Berlin auf die Autobahn. Der Alarm erreichte das an diesem Abend aus den Piloten Alexander Wirtz und Thomas Reimer, der Notärztin Dorit Behnke sowie dem Notfallsanitäter Erik Haucke bestehende Team der DRF Luftrettung um kurz vor zehn Uhr abends. Sofort traf die Crew alle Startvorbereitungen und hob mit der rot-weißen H 145 in Richtung Autobahn 9 ab.

Bei der Ankunft über dem Einsatzort sollte sich die Ausstattung des 24 Stunden dienstbereiten Hubschraubers, der zu den modernsten Modellen der Welt zählt, sowie die Ausrüstung der Besatzung in besonderer Weise bewähren. Denn am Einsatzort querten eine Brücke sowie eine Hochspannungsleitung die Fahrbahn – Hindernisse, die die beiden Piloten Alexander Wirtz und Thomas Reimer mithilfe ihrer bei Dunkelheit stets getragenen Nachtsichtbrillen sofort identifizieren und somit sicher direkt neben dem Unfallort auf der Fahrbahn landen konnten.

Direkt im Anschluss versorgten Hubschraubernotärztin Behnke und Notfallsanitäter Haucke die 29-jährige Patientin und bereiteten sie rasch für den nachfolgenden Flug vor. Die junge Frau hatte sich insbesondere Wirbelsäulenverletzungen zugezogen. Im Hubschrauber der DRF Luftrettung konnte sie erheblich schonender und mit weniger Erschütterungen zur weiteren medizinischen Behandlung in die Klinik gebracht werden als auf dem Landweg. Nach wenigen Flugminuten erreichte Christoph Berlin das Unfallkrankenhaus der Hauptstadt. Dort wurde die verletzte Beifahrerin direkt an die Spezialisten übergeben, die die weitere Versorgung übernahmen.

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