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13.10.2017 | News-Bericht

Mit Vakuummatratze transportiert

  • Transportiert schwer kranke und verletzte Patienten unschlagbar schnell in Spezialkliniken: Christoph Halle. Symbolbild.
    Transportiert schwer kranke und verletzte Patienten unschlagbar schnell in Spezialkliniken: Christoph Halle. Symbolbild.

Ritzgerode, Ortsteil der Stadt Mansfeld und das kleinste Dorf in der Region Mansfelder Land (Sachsen-Anhalt), ist für Ausflügler ein begehrtes Ziel: Am idyllischen Einetal gelegen und an das Harzvorland angrenzend, lädt der Ort mit seinen vielen Wiesen und Wäldern zu wunderschönen Touren ein. Nach Ritzgerode hatte es kürzlich auch einen Motorradfahrer gezogen, der mit seiner Maschine eine örtliche Straße befuhr. Doch dann kam der 53-Jährige plötzlich von der Fahrbahn ab, stürzte von seinem Kraftrad und fiel in einen Straßengraben.

Wie sich später herausstellte, zog der Mann sich bei dem Aufprall ein Polytrauma zu und erlitt unter anderem eine schwere Rückenverletzung. Zwar wurde der Verunglückte kurz darauf durch die Besatzung eines Rettungswagens und einen bodengebundenen Notarzt, verständigt durch eine Augenzeugin des Unfalls, zügig versorgt, doch war eine schnelle und schonende Beförderung nur durch den Lufttransport gewährleistet. Die Leitstelle alarmierte deswegen die Station Halle der DRF Luftrettung.

„Der Patient war lebensgefährlich verletzt. Durch eine möglicherweise holprige Fahrt im Rettungswagen hätte sein ohnehin schon verletzter Rücken vielleicht noch mehr Schaden genommen“, erinnert sich Norbert Ebbighausen, Pilot auf Christoph Halle. Er stieß mit Hubschraubernotarzt Dr. Daniel Pohling und Notfallsanitäterin Yvonne Hackel-Mühl nur wenige Minuten nach der Anforderung durch die Leitstelle zu den bodengebundenen Rettungskräften, mit denen die Crew das Unfallopfer gemeinsam aus dem Graben befreite und anschließend stabilisierte.

Als der 53-Jährige danach für den Transport vorbereitet wurde, kam eine Vakuummatratze zum Einsatz. Durch dieses aus einer lockeren Hülle und Kunststoffkügelchen bestehende Hilfsmittel wird die verletzte Körperpartie – im Fall des Motorradfahrers der Rücken – zusammen mit dem Rest des Körpers ruhiggestellt. „Während wir die Matte an den Patienten anmodellieren, wird gleichzeitig über eine Vakuumpumpe Luft abgesaugt. Durch den Unterdruck verhärtet sich die Matratze dann und das Unfallopfer wird für den Transport optimal fixiert“, erklärt Ebbighausen den Vorgang.

Bestens geschützt wurde der verunglückte Mann im Anschluss in die BK 117 der DRF Luftrettung geladen. Zügig hob Christoph Halle vom Einsatzort ab und erreichte nach knapp fünfzehn Minuten die Unfallklinik Halle Bergmannstrost. Dort wurde der Motorradfahrer in der Notaufnahme weiterversorgt.

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