06.09.2016 | News-Bericht

Mit Zwischenstopp auf dem Weg nach Dänemark

  • Christoph Dortmund auf dem Weg zum Patienten.
    Christoph Dortmund auf dem Weg zum Patienten.

Transporte von Intensivpatienten sind stets gut geplant. Doch manchmal passiert Ungeplantes und es muss improvisiert werden. „Ein Patient musste vom Krankenhaus in Bad Pyrmont nach Slagelse in Dänemark verlegt werden. Der Mann stammt aus Dänemark und hat nach einem Sturz von einer Leiter schwere Kopfverletzungen erlitten. „Bei einer solchen Alarmierung greift bei uns ein Rädchen in das andere und wir machten uns auf den Weg zum Patienten. Während des Fluges sahen wir dann plötzlich einen gerade verunglückten Motorradfahrer aus der Luft. Sofort entschieden wir uns zur Landung und informierten die Leitstelle über den Unfall“, beschreibt Pilot Alwin Vollmer.

Hubschraubernotarzt und Rettungsassistent untersuchten den 44-jährigen Biker und verabreichten ihm Schmerzmittel. Als der bodengebundene Rettungsdienst eintraf, nahm die Besatzung wieder ihren Flug nach Bad Pyrmont auf. Dort übernahmen sie den dänischen Patienten und flogen ihn unter ständiger medizinischer Überwachung in seine Heimat.

„Nur wenige Tage nach diesem Einsatz beobachteten wir erneut aus der Luft einen Unfall nahe Göttingen, als wir einen weiteren Intensivtransport durchgeführt hatten. Wir sahen, wie sich ein Auto mehrfach überschlug und in einem Kornfeld zum Stehen kam. Sofort setzte ich zur Landung an und unsere medizinische Besatzung versorgte den schwerverletzten Patienten. Anschließend flogen wir ihn schnellstmöglich in die Klinik nach Kassel. Für mich persönlich war es in all den Jahren erst das zweite Mal, dass ich direkter Augenzeuge von Unfällen wurde und das aus der Luft. Schneller hätten diese Patienten keine professionelle medizinische Versorgung erhalten“, erzählt Pilot Alwin Vollmer.

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