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29.09.2016 | News-Bericht

Morscher Ast fällt auf Kindergärtnerin

  • Christoph München steht am Waldrand bereit für den Transport der Patientin.
    Christoph München steht am Waldrand bereit für den Transport der Patientin.

Eine Gruppe von Kindern tobt durch den dichten Wald bei Dietramszell, zwei Erwachsene folgen ihnen. Ausgelassen erleben sie die Natur abseits der Wege und lernen Flora und Fauna des Waldes spielerisch kennen. Ein Betreuer der Kindergartengruppe geht voran, er nähert sich einem großen alten Baum. Als er darunter steht, löst sich ein morscher Ast. Er fällt zu Boden.

Plötzlich Stille, die Kinder bleiben erschrocken stehen. Sofort eilt die zweite Betreuerin der Gruppe zu ihrem Kollegen, der glücklicherweise nur leicht verletzt ist. In dem Moment hallt ein lautes Knacksen durch den Wald, ein weiterer, viel größerer Ast kracht in die Tiefe. Er trifft die 46-jährige Betreuerin am Kopf, sie sackt zusammen und bleibt auf dem weichen Waldboden liegen. Ihr Kollege alarmiert sofort den Rettungsdienst.

„Am Nachmittag alarmierte uns die Leitstelle in das große Waldgebiet im Münchner Umland. Die Frau musste so schnell wie möglich aus dem nur schwer zugänglichen Gebiet in eine Spezialklinik transportiert werden. Sofort starteten wir an Bord unseres Hubschraubers nach Dietramszell und landeten am Waldrand“, erzählt Pilot Thomas Reimer. Notarzt Dr. Henning Laven und Rettungsassistent Franz Trebo laufen sofort in das bergige Waldstück zur Patientin. Sie untersuchen die Frau und behandeln sie, um die starke Blutung zu stillen. Über einen intravenösen Zugang verabreichen sie der Frau Schmerzmittel. Gemeinsam mit der Bergwacht tragen die Luftretter sie anschließend zum Hubschrauber.

Schnellstmöglich bettet die Besatzung von Christoph München die Patientin auf die Trage im Hubschrauber. Denn die Gefahr von Folgeschäden bei einer solch schweren Kopfverletzung ist enorm. „Als unsere medizinische Besatzung sie an die Überwachungsgeräte im Hubschrauber angeschlossen hatte, starteten wir direkt zum Klinikum Großhadern. Nur wenige Flugminuten später konnten wir sie den dortigen Ärzten übergeben“, fügt Pilot Thomas Reimer hinzu. „Wir wünschen der Frau von ganzem Herzen, dass sie den Unfall ohne bleibende Schäden überleben wird.“

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