Sie sind hier

15.09.2017 | News-Bericht

Motorradunfall im Kandertal

  • In Lebensgefahr schwebte ein Motorradfahrer, nachdem er im Kandertal im Schwarzwald die Kontrolle über seine Maschine verloren hatte.
    In Lebensgefahr schwebte ein Motorradfahrer, nachdem er im Kandertal im Schwarzwald die Kontrolle über seine Maschine verloren hatte.

Kurve links, Kurve rechts, Gas geben, abbremsen – das Kandertal im südlichen Schwarzwald bietet Abwechslung beim Tourenfahren und ist daher bei Motorradfahrern sehr beliebt. Leider ereignen sich auch immer wieder schwere Unfälle. So auch im Kandertal, wo ein junger Mann die Kontrolle über seine Maschine verlor, aus der Kurve getragen wurde und frontal mit einem Transporter zusammenstieß.

Die Besatzung von Christoph 54, dem Freiburger Hubschrauber der DRF Luftrettung, war schon dreimal unterwegs gewesen an diesem Freitag, als die Leitstelle in den Schwarzwald alarmierte. Nur einen Augenblick später begannen sich bereits die Rotoren der rot-weißen BK 117 zu drehen. Als Notarzt Dr. Thorsten Hammer und Rettungsassistent Ralf Mewes Platz genommen hatten, zog Pilot Michael Klippert die Maschine in den Himmel über dem Flugplatz und nahm Kurs auf den Schwarzwald.

Über Täler, Wiesen und Gehöfte ging es vorbei am Belchen bis zum Kandertal. Hier konnte der Pilot direkt neben der Unfallstelle in einem Steinbruch landen. Ersthelfer hatten den Verletzten bisher betreut, die Freiburger Luftretter trafen als erstes Rettungsmittel ein. Hubschraubernotarzt und Rettungsassistent untersuchten den jungen Mann und stellten fest, dass er eine Reihe schwerer Verletzungen erlitten hatte. Er schwebte in Lebensgefahr und musste schnellstmöglich in einer auf Traumaversorgung spezialisierten Klinik behandelt werden.

Zügig und routiniert bereiteten Dr. Hammer und Ralf Mewes den Patienten für den Transport vor. Er wurde auf ein Spineboard gelegt, eine spezielle Trage, die die Wirbelsäule vor weiteren Verletzungen schützt. Den Hals stabilisierte eine Halskrause, ein sogenanntes Stiffneck. Da er unter starken Schmerzen litt, erhielt er über eine Infusion Schmerzmittel. Dann brachte ihn die Hubschrauberbesatzung an Bord von Christoph 54. Wieder begannen sich die Rotoren zu drehen, einige Blätter wirbelten auf und die Rettungsdienstmitarbeiter und Helfer am Boden konnten beobachten, wie die Maschine in den Himmel abhob und nach Norden abdrehte. Wenig später war das Universitätsklinikum Freiburg erreicht. Nach der Übergabe des Patienten startete die Besatzung direkt nach Waldshut zum nächsten Einsatz.

Weitere Neuigkeiten:

Die Station zum Beitrag:

Standorte DRF Luftrettung

Auswählen und mehr erfahren

Von wo starten unsere Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge zu ihren Einsätzen? Wer koordiniert eine Patientenrückholung aus dem Ausland? Und wo wird unsere Flotte eigentlich gewartet? Lernen Sie die Hubschrauberstationen, das Operation-Center und den Ambulanzflugbetrieb der DRF Luftrettung kennen. Mit einem Klick auf eine unserer Stationen können Sie den jeweiligen Einsatzradius des Hubschraubers erkennen. Weitere Einblicke und Hintergrund- informationen erhalten Sie auf den Stationsseiten.

Minuten- und Kilometerzahl sind durchschnittliche Angaben

Alle Standorte

Mehr zur Station:

09.04.2015 | News-Bericht
Die Motorradsaison hat begonnen, das bekommen auch die Piloten, Notärzte und Rettungsassistenten der DRF Luftrettung zu spüren. Immer wieder werden sie zu schweren Unfällen…