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28.06.2016 | News-Bericht

Mountainbiker stürzt auf rund 1.600 Metern

  • Unweit des gestürzten Mountainbikers landet Pilot Jürgen Würtz den rot-weißen Rettungshubschrauber und die Flugretter eilen zu dem Schwerverletzten.
    Unweit des gestürzten Mountainbikers landet Pilot Jürgen Würtz den rot-weißen Rettungshubschrauber und die Flugretter eilen zu dem Schwerverletzten.

Rund um den Weißensee in Kärnten ragen die Gipfel der Gailtaler Alpen in den Himmel. Höher und höher, bis über die Baumgrenze hinaus. An einem wolkenverhangenen Tag fährt ein 60-jährger Mountainbiker alleine in rund 1.600 Metern Höhe über die holprigen Pfade. Kurz nach einer kleinen Berghütte beginnt die steile Abfahrt auf einer Schotterstraße. Plötzlich verliert der Mann die Kontrolle über sein Rad, fällt mit dem Kopf voraus über den Lenker und auf den steinigen Boden. Dabei zieht er sich schwere Verletzungen zu. Glücklicherweise sind andere Menschen in der Nähe, die sofort einen Notruf absetzen.

Als die Rettungsleitstelle Kärnten die ARA Flugrettung in Fresach alarmiert, ziehen gerade mehr und mehr dunkle Wolken auf. Erste Tropfen fallen auf den rot-weißen Notarzthubschrauber. Kurz steht die Frage im Raum, ob der Verunglückte mit dem Hubschrauber überhaupt erreicht werden kann. Doch die anrufenden Ersthelfer an der Unfallstelle berichteten, dass sie ausreichend Sicht ins Tal hätten – die Crew entscheidet sich zu fliegen. Pilot Jürgen Würtz startet die Rotoren und hebt mit Notarzt Dr. Helge Harmina, Notfallsanitäter Wolfgang Linzer und Flugretter Christoph Egger ab in Richtung Gailtaler Alpen. 

11 Flugminuten später landet Jürgen Würtz den Hubschrauber unweit der Unfallstelle und die Flugretter eilen zu dem Mountainbiker. Notarzt Dr. Helge Harmina und Notfallsanitäter Wolfgang Linzer erkennen schnell, dass sich der 60-Jährige neben zahlreichen Schürfwunden und Prellungen auch an der Wirbelsäule verletzt hat. „Zudem spürte der Patient bestimmte Körperregionen nicht mehr, was auf ein Verletzung von Nerven hindeutete“, berichtet Jürgen Würtz. So schnell wie möglich muss der Patient in eine Spezialklinik transportiert werden. Um ihn möglichst schonend dorthin zu fliegen, wird er von den Flugrettern in eine Vakuummatratze gelegt und erhält eine Halswirbelsäulen-Schiene.

Mittlerweile haben sich auch über dem Weißensee die Wolken zusammengezogen. Bei starkem Regen startet die Hubschrauberbesatzung mit dem Patienten an Bord ihren Flug ins Landeskrankenhaus Villach. Eine knappe Viertelstunde später können die Flugretter den Schwerverletzten zur weiteren Behandlung an das Klinikpersonal übergeben.  

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