26.04.2018 | News-Bericht

Mountainbiker stürzt Hang hinab

  • Erst wird der Verletzte in einen sogennanten Bergesack gepackt, dann an der Winde zum Hubschrauber hochgezogen. Symbolbild.
    Erst wird der Verletzte in einen sogennanten Bergesack gepackt, dann an der Winde zum Hubschrauber hochgezogen. Symbolbild.

Der bewaldete Berg „Hansgörgl“ liegt direkt zwischen der Gemeinde Reichenschwand und der Stadt Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land) und lädt mit seinen vielen kurvenreichen Wegen zu ausgedehnten Spaziergängen, Wanderungen und Radtouren ein. Dorthin zog es kürzlich auch einen Mountainbiker, der auf einer Abfahrt unterhalb des Gipfels unterwegs war. Doch plötzlich stürzte er von seinem Fahrzeug und fiel einen Hang hinab. „Der Mann war verletzt und zudem in sehr unwegsames Gelände gefallen. Mit bodengebundenen Rettungsmitteln konnte man dort nicht hin. Aber unser Hubschrauber verfügt über eine Seilwinde, mit der wir ihn hochziehen konnten. Deshalb wurden wir angefordert“, erklärt Werner Iberler, Pilot von Christoph 27. Er machte sich gemeinsam mit Notarzt Dr. Wolfgang Wurzer sowie Notfallsanitäter und Winchoperator Dominic Fischer im Nürnberger Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung auf den Weg zum „Hansgörgl“, um dem Gestürzten zur Hilfe zu kommen.

Nach nur wenigen Minuten kam die Crew am Unfallort an. „Eine Rettungswagenbesatzung und die Bergwacht waren auch schon eingetroffen und hatten den Radfahrer inzwischen erreicht. Letztere hatte ihn bereits für den Transport in einen Bergesack gelegt und darin gesichert. Wir mussten dann erst mal auf einer nahen Wiese zwischenlanden, damit Dominic Fischer und ich unseren Hubschrauber auf den Einsatz mit der Winde vorbereiten konnten.“ Hubschraubernotarzt Dr. Wolfgang Wurzer lief währenddessen zu dem Unfallopfer und versorgte den Mann. Kurz darauf hob Christoph 27 wieder ab. Iberler manövrierte die EC 135 nun direkt über der Unfallstelle und behielt im Schwebeflug Höhe und Position bei. „Am Boden musste dann der Bergesack in die Winde eingehängt werden. Durch die Bergwacht unten und unseren Winchoperator Dominic Fischer, der oben im Hubschrauber gesichert in der offenen, hinteren Tür stand, konnten wir den Biker dann einfach hoch in unsere Maschine ziehen.“

Erneut setzte Werner Iberler daraufhin die rot-weiße EC 135 der DRF Luftrettung mit dem Patienten an Bord auf der Wiese ab. „Die Untersuchung ergab, dass der Sportler keine schweren Verletzungen erlitten, hauptsächlich leichte Prellungen und Schürfwunden“, erinnert sich der Pilot. So konnte der Mountainbiker dann rasch in den bereitstehenden Rettungswagen gebracht und bodengebunden in ein Krankenhaus nach Lauf an der Pegnitz gefahren werden, wo er weiterversorgt wurde. Die Crew von Christoph 27 kehrte schließlich zu ihrer Station zurück.

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