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04.12.2017 | News-Bericht

Nach Verkehrsunfall: 81-jährige Frau erleidet Schädelhirntrauma

  • Bei Schädel-Hirn-Verletzungen zählt jede Minute. Die Magdeburger Besatzung der DRF Luftrettung war schnell zur Stelle, versorgte die ältere Frau und flog sie in eine Klinik. Symbolbild.
    Bei Schädel-Hirn-Verletzungen zählt jede Minute. Die Magdeburger Besatzung der DRF Luftrettung war schnell zur Stelle, versorgte die ältere Frau und flog sie in eine Klinik. Symbolbild.

Eine gemütliche Spazierfahrt ist bei bestem Herbstwetter auf der Bundesstraße 71 ein besonderes Freizeitvergnügen. Führt doch die Route beispielsweise im Altmarkkreis durch Heidegebiete, und beschauliche Dörfer säumen den Wegesrand. In dieser Region macht sich im Oktober auch ein älterer Mann aus Magdeburg mit seiner Frau zu einer Spritztour auf. Doch nördlich der Hansestadt Gardelegen geraten die Senioren plötzlich in einen Unfall: Als sie mit ihrem Wagen geradeaus eine Kreuzung überqueren wollen, stoßen sie seitlich mit einem PKW zusammen. Dieser war von der Straße gekommen, mit der sich die von den Eheleuten befahrene Spur gabelte.

Das ältere Paar wird schwer verletzt, insbesondere die 81-jährige Frau. Auch die Insassen des anderen Fahrzeugs tragen teilweise massive Verletzungen davon. Als der zuerst am Unglücksort eintreffende bodengebundene Rettungsdienst die dramatische Situation erkennt, fordert er Unterstützung an. Deshalb entsendet die Leitstelle zwei Rettungshubschrauber. Dazu gehört auch Christoph 36 aus Magdeburg. „Und als wir nach 15 Minuten eintrafen, konnten wir sofort sehen, dass die beiden Autos, in denen die insgesamt fünf Verletzten gesessen hatten, sehr heftig gegeneinander geprallt sein mussten“, schildert Björn Hüdepohl, Pilot von Christoph 36, das Bild, das sich ihm und seinem Team bei der Ankunft an der Unfallstelle bot.

Dort übernahmen die Helfer der Magdeburger Station der DRF Luftrettung sofort die Versorgung der 81-Jährigen, die ihnen zugewiesen wurde. „Die ältere Dame war bereits im Rettungswagen und leider sehr kritisch verletzt, denn sie hatte ein Schädelhirntrauma erlitten. Unsere medizinische Crew behandelte die Frau gleich weiter“, berichtet Hüdepohl. „Um die anderen Patienten kümmerten sich derweil die bodengebundenen Kräften sowie die Kollegen, die kurz nach uns eintrafen. Auch die Feuerwehr war dabei.“

Nachdem die verunglückte Seniorin von den Rettern stabilisiert wurde, bereitete das Team den Transport der 81-Jährigen vor. „Wir haben sie vom Rettungswagen auf unsere Trage umgelagert und zum Hubschrauber getragen, wobei die Einsatzkräfte der Feuerwehr uns behilflich waren“, erinnert sich der Pilot von Christoph 36. Dabei mussten die Helfer sehr vorsichtig sein. „Die Frau hatte ja so massive Kopfverletzungen, dass wir sie ganz ruhig halten und schonend in unsere Maschine einladen mussten.“ Kaum war das gelungen, startete Hüdepohl die rot-weiße EC 135 erneut, und die Magdeburger Luftretter erreichten nach kurzer Zeit ihr Ziel, das Städtische Krankenhaus Magdeburg/Olvenstedt, wo die ältere Dame in der Zentralen Notaufnahme optimal weiterversorgt werden konnte.

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