30.08.2018 | News-Bericht

Nachteinsatz für 18-jährige Fahranfängerin

  • Trotz nächtlicher Stunde schnell zur Stelle, um eine schwer verletzte Autofahrerin zu retten: Die Luftretter aus Villingen-Schwenningen.
    Trotz nächtlicher Stunde schnell zur Stelle, um eine schwer verletzte Autofahrerin zu retten: Die Luftretter aus Villingen-Schwenningen.

Die Alarmmelder schrillen mitten in der Nacht und schrecken Roy Fleischer, Ansgar Baisch, Dr. Monika Rill und Benjamin Lehmann aus dem Schlaf hoch. Trotz der frühen Stunde – die Uhr zeigt 3.16 Uhr – ist die Crew von Christoph 11 sofort „voll da“, erledigt innerhalb von nur fünf Minuten sämtliche Vorbereitungen, darunter einen vorgeschriebenen Wettercheck, und ist in der Luft. Denn im zu Althengstett gehörenden Gemeindeteil Neuhengstett braucht eine junge Frau die Hilfe der DRF Luftrettung aus Villingen-Schwenningen: Die 18-Jährige ist bei einem Alleinunfall mit dem Pkw verunglückt. Das Fahrzeug ist von der Straße abgekommen, hat sich überschlagen und ist auf dem eingedrückten Dach liegen geblieben. Als der bodengebundene Rettungsdienst am Unfallort eintrifft und erkennt, dass die Fahrerin eingeklemmt ist, alarmiert er den einzigen Rettungshubschrauber Baden-Württembergs, der auch nachts alarmiert werden kann, sofort nach.

Die Piloten Roy Fleischer und Ansgar Baisch sowie die Notärztin Dr. Monika Rill und der Notfallsanitäter Benjamin Lehmann überwinden die 79 Kilometer Distanz bis zum Unglücksort mit ihrer H 145 in kurzer Zeit. „Dort hatte die Feuerwehr eine große Wiese direkt neben der Unglücksstelle abgesichert und sehr gut ausgeleuchtet“, berichtet Roy Fleischer. Christoph 11 setzt auf, und das medizinische Team aus Villingen-Schwenningen kümmert sich sogleich um die 18-Jährige.

Bei der Unfallfahrerin besteht der Verdacht auf ein Wirbelsäulentrauma. Dieses Verletzungsmuster erfordert die Einlieferung in ein Krankenhaus der Maximalversorgung. Aufgrund seiner hohen Einsatzgeschwindigkeit bringt der Hubschrauber der DRF Luftrettung die Patientin in nur zehn Minuten direkt ins Tübinger Uniklinikum.

„Im dortigen Schockraum wurde die junge Fahranfängerin nur 1:15 Stunde nach dem Unfall bereits von den Spezialisten behandelt, nachdem die Rettungskette hervorragend sowie zügig funktioniert hat und alle beteiligten Kräfte optimal zusammengewirkt haben“, unterstreicht sich Pilot Fleischer am nächsten Tag.

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