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07.09.2017 | News-Bericht

Neben dem Bett zusammengebrochen

  • Die Piloten konnten Christoph Regensburg auf einer Wiese neben dem Haus des Patienten landen.
    Die Piloten konnten Christoph Regensburg auf einer Wiese neben dem Haus des Patienten landen.

Anfang September im Oberbayrischen. Der Tag neigt sich gegen 22.00 Uhr dem Ende zu, als eine Ehefrau ihren Ehemann mit einer seltsamer Atmung und bewusstlos neben dem Bett im Schlafzimmer auffindet. Die Frau wählt sofort die 112 und ruft den Rettungsdienst zur Hilfe.

Dieser trifft wenig später im Haus des Paares ein, ein bodengebundener Notarzt kommt hinzu. Nach seiner ersten Untersuchung besteht der Verdacht, dass der 50-jährige Mann eine Hirnblutung erlitten hat. Um dieses potenziell lebensgefährliche Krankheitsbild optimal behandeln zu können, muss der Patient rasch in eine geeignete Fachklinik gebracht werden. Der Notarzt fordert darum Christoph Regensburg nach. Denn der Hubschrauber der DRF Luftrettung kann den Patienten schneller als jedes andere Rettungsmittel in eine Spezialklinik nach Ingolstadt bringen. In Regensburg machen sich Notarzt Dr. André Schneiker, Notfallsanitäter Robert Weißflog und die beiden Piloten Georg Fuhrmann und Oliver Grossmann unverzüglich mit der rot-weißen H 145 auf den Weg.

„Bei unserer Ankunft an dem Privathaus, in dem der Patient sich befand, hatte die örtliche Feuerwehr für uns bereits eine Landestelle auf einem benachbarten Feld eingerichtet und die Fläche gut ausgeleuchtet, so dass wir ohne Verzögerung aufsetzen konnten", erzählt Robert Weißflog von jenem Abend. Notarzt Schneiker übernahm kurz darauf die Versorgung des Patienten, untersuchte ihn eingehend und schloss ihn an die Überwachungsgeräte des Hubschraubers an. Zudem legte er ihn vor dem Abflug in ein künstliches Koma und intubierte ihn.

„Die Klinik in Ingolstadt ist ein Haus der Schwerpunktversorgung, in der es eine Neurochirurgie gibt, die in einem solchen Fall benötigt wird. Bei einer möglichen Hirnblutung geht es darum, dass ein Patient so schnell wie möglich in ein entsprechendes Zentrum gebracht wird, weshalb ja auch der Hubschrauber zum Einsatz kam", betont Robert Weißflog. Im Klinikum bestätigte sich der Verdacht, nachdem das Regensburger Team den Patienten an die dortige neurochirurgische Abteilung übergeben hatte: „Die bedrohliche Hirnblutung musste operativ versorgt werden, um das Leben des Mannes zu retten."

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