29.11.2019 | News-Bericht

Neuer Learjet fliegt ersten Einsatz nach Spanien

  • Seit wenigen Tagen ist der neue Lear 35 A Ambulanzjet der DRF Luftrettung unter der Kennung D-CDRF einsatzbereit.
    Seit wenigen Tagen ist der neue Lear 35 A Ambulanzjet der DRF Luftrettung unter der Kennung D-CDRF einsatzbereit.
  • Vergangenen Freitag startete der Learjet direkt zu seinem ersten Einsatz an die Nordwestküste Spaniens zur der Stadt Vigo.
    Vergangenen Freitag startete der Learjet direkt zu seinem ersten Einsatz an die Nordwestküste Spaniens zur der Stadt Vigo.
  • Zuvor wurde die Maschine mit Hilfe von zwei Einsatzfahrzeugen der Werkfeuerwehr FKB am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden feierlich getauft.
    Zuvor wurde die Maschine mit Hilfe von zwei Einsatzfahrzeugen der Werkfeuerwehr FKB am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden feierlich getauft.
  • Hier wird der Learjet am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden bereitgestellt... Foto: E. Bittner
    Hier wird der Learjet am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden bereitgestellt... Foto: E. Bittner
  • ... ehe er sich auf den Weg nach Genf begibt. Foto: L. Tausendfreund
    ... ehe er sich auf den Weg nach Genf begibt. Foto: L. Tausendfreund
  • Die Patientin wird in Genf im Hangar umgeladen. Foto: L. Tausendfreund
    Die Patientin wird in Genf im Hangar umgeladen. Foto: L. Tausendfreund

Am Freitag ist der neue Lear 35 A Ambulanzjet der DRF Luftrettung zu seinem ersten Einsatz nach Vigo in Spanien abgehoben. Mit insgesamt zwei Ambulanzflugzeugen holt die gemeinnützige Organisation Patienten aus dem Ausland zurück in ihre Heimat. Bei einem Spendenaufruf kamen über 400.000 Euro zur Finanzierung des medizintechnischen Equipments zusammen.

Seit wenigen Tagen ist der neue Lear 35 A Ambulanzjet der DRF Luftrettung unter der Kennung D-CDRF einsatzbereit, vergangenen Freitag startet er direkt zu seinem ersten Einsatz: An der Nordwestküste Spaniens in der Stadt Vigo befindet sich eine 84-jährige Urlauberin aufgrund von Wirbel- und Rippenbrüchen infolge eines Autounfalls in medizinischer Behandlung und soll zur Weiterversorgung zurück in die Nähe ihres Wohnortes bei Genf in der Schweiz verlegt werden. Primär werden die beiden Ambulanzflugzeuge für die Rückholung erkrankter oder verletzter Fördermitglieder des DRF e.V. eingesetzt. Für eine optimale Auslastung werden freie Kapazitäten auch Dritten angeboten.

Am vergangenen Freitagvormittag machen sich daher Kapitän Udo Kordeuter und Copilot Michael Bobe gemeinsam mit Notfallsanitäter Lucas Tausendfreund und Notärztin Evelyn Bittner von Karlsruhe aus auf den Weg nach Spanien. Nach ca. 2,5 Stunden Flugzeit setzt der Learjet bei strömendem Regen und heftigem Wind in Vigo auf. Mit dem bereits wartenden Krankenwagen macht sich die medizinische Crew direkt auf den Weg ins Krankenhaus, um die Patientin abzuholen. Zurück am Flughafen hebt der Learjet nach kurzer Einladezeit wieder ab. In Genf trifft die D-CDRF um kurz nach 19 Uhr ein und die Patientin wird in Begleitung der medizinischen Crew ins Krankenhaus gebracht. Im Anschluss kehrt der Ambulanzjet an den Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden zurück und bringt seinen ersten Einsatz somit erfolgreich zum Abschluss.

In den vergangenen Monaten erhielt der neue Learjet in der hauseigenen Werft am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden eine neue Avionik und eine neue medizinische Ausstattung. Das Flugzeug wurde im Rot-Weiß der DRF Luftrettung lackiert sowie komplett überprüft und vom Luftfahrtbundesamt abgenommen. „Besonders unsere hochmoderne medizinische Ausrüstung ermöglichte unserer ersten Patientin – und auch allen noch folgenden – eine sichere und komfortable Rückholung“, sagt Theresia Kneschke, Leiterin des Fördervereins DRF e.V., „Hierfür geht ein großes Dankeschön an zahlreiche Fördermitglieder und Spender, die über 400.000 Euro für das medizintechnische Equipment gespendet haben.“

Die weltweiten Einsätze werden über die Einsatzzentrale der DRF Luftrettung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden koordiniert. Sie ist rund um die Uhr erreichbar (Alarmtelefon: +49 (0) 711-701070). Für die fliegerische und medizinische Logistik der Ambulanzflüge sind erfahrene Einsatzkoordinatoren zuständig. Sie verfügen neben sehr guten Fremdsprachenkenntnissen auch über flugbetriebliches Know-how, was für eine reibungslose Flugplanung, die Einholung von Landeerlaubnissen und Überflugrechten sowie Verhandlungen mit Behörden und Krankenhäusern im Ausland notwendig ist. Aufgrund ihres geopolitischen Wissens können sie die Lage in den anzufliegenden Ländern sehr gut einschätzen. Von Vorteil ist außerdem die sehr gute Beziehung zu den Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland. Im ersten Halbjahr 2019 wurden insgesamt 122 Einsätze geleistet und dabei 37 verschiedene Länder angeflogen.

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