24.04.2019 | News-Bericht

Neues Herz für Patienten in Heidelberg

  • Übergabe am Flughafen Hahn: Der Weitertransport des lebensrettenden Organs erfolgte an Bord von Christoph 53 der DRF Luftrettung.
    Übergabe am Flughafen Hahn: Der Weitertransport des lebensrettenden Organs erfolgte an Bord von Christoph 53 der DRF Luftrettung.

Die Crew von Christoph 53 ist noch bei der morgendlichen Vorflugkontrolle, als sie eine Anfrage der Zentralen Koordinierungsstelle Baden-Würtemberg erreicht, die für alle Intensivtransporte auf dem Luftweg im Südwesten verantwortlich ist: Die Besatzung der in Mannheim stationierten Maschine der DRF Luftrettung möge doch einmal prüfen, ob schon wenig später ein Flug zum Frankfurter Flughafen möglich wäre. Dort solle ein Jet landen, der ein für einen kranken Menschen in der Uniklinik Heidelberg lebenswichtiges Spenderherz bringe.

Pilot Andreas Kempf sieht aus fliegerischer Sicht keinen Grund, der gegen den Einsatz sprechen würde. Das Wetter „passt“, darum steigt Christoph 53 wenig später mit Kurs Frankfurt auf; an Bord sind neben dem Piloten Notarzt Björn Kemler und Notfallsanitäter Thomas Sperber. Zwischenzeitlich jedoch hüllt plötzlich dichter Hochnebel den Flughafen in Frankfurt ein, der eine Landung des Rettungshubschraubers dort unmöglich macht. „Nun heißt es, schnell umzudisponieren“, so Andreas Kempf. Man wählt den nahen Flughafen Hahn als Alternative aus, und auch der anfliegende Jet ändert seinen Kurs dorthin.

Wenig später stehen der rot-weiße Hubschrauber der DRF Luftrettung sowie das Flugzeug mit dem Spenderorgan und einem mitgereisten Transplantationsteam auf benachbarten Parkpositionen auf dem Vorfeld des Flughafens Hahn. Fünf Minuten, nachdem das Team vom Jet in den Hubschrauber umgestiegen ist, startet Christoph 53 erneut. Nur eine halbe Stunde später kommen die Mannheimer Luftretter mit den Spezialisten am Universitätsklinikum Heidelberg an, wo dem dort befindlichen Patienten direkt im Anschluss das Spenderherz eingesetzt werden kann.

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