09.10.2013 | News-Bericht

Neues Ultraschallgerät an der Station Dortmund

Nach einem schweren Verkehrsunfall besteht bei einem Patienten der Verdacht auf innere Blutungen, die lebensgefährlich sind. Nur mit einem mobilen Ultraschallgerät kann der Notarzt solche Blutungen bereits am Unfallort erkennen. An Bord von „Christoph Dortmund“ kommt jetzt ein neues mobiles Ultraschallgerät, das sogenannte Vscan, zum Einsatz: Es ist einfach in der Bedienung, handlich und wiegt nur ca. 400 Gramm. Außerdem ist die Bildqualität der Ultraschallaufnahmen wesentlich besser.
„Welche medizinischen Maßnahmen leiten wir schon am Einsatzort ein? In welche Klinik bringen wir den Patienten? Mit dem handflächengroßen Vscan können wir genauere Informationen über den Zustand des Patienten gewinnen und diese direkt den Ärzten im Schockraum der Zielklinik übermitteln. So wird bei Notfalleinsätzen wertvolle Zeit gespart, die dem Patienten zugutekommt. An Bord von ‚Christoph Dortmund‘ transportieren wir außerdem jedes Jahr rund 300 Intensivpatienten schnell und schonend zwischen Kliniken. Auch hier kann die mobile Sonographie von Vorteil sein, um Herzuntersuchungen durchzuführen“, erläutert Dr. Christian Afflerbach, Leitender Arzt an der Station Dortmund. Dies entspricht den neuen Reanimationsrichtlinien (ERC-Guidelines 2010), in denen der Einsatz des Ultraschalls bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand als sinnvolles Mittel angesehen wird.

Sonographiekurs für Dortmunder Luftretter

Unter realitätsnahen Bedingungen trainierten die Dortmunder Notärzte und Rettungsassistenten im Vorfeld den Umgang mit dem neuen Gerät in einem Ultraschallkurs. Der zweitägige Kompaktkurs, der von der DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin) zertifiziert ist, beinhaltete einen theoretischen Teil sowie mehrere Praxiseinheiten. Ein hochqualifiziertes Instruktoren-Team schulte in Kleingruppen die Teilnehmer: Nach einer kurzen Einführung in die Grundlagen der Sonographie sowie einer Vorstellung aktueller wissenschaftlicher Studiendaten und Fallberichte hatten die Teilnehmer im anschließenden Praxisteil die Gelegenheit, Sonographien unter realitätsnahen Einsatzbedingungen an Testpersonen und Patienten durchzuführen.

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