15.02.2019 | News-Bericht

Nürnberger Luftretter versorgen lebensbedrohlich verletzte Autofahrerin

  • Rund um die Uhr einsatzbereit: Christoph Nürnberg.
    Rund um die Uhr einsatzbereit: Christoph Nürnberg.

Ein schwerer Unfall erforderte kürzlich den Einsatz von Christoph Nürnberg mit seiner umfangreichen medizintechnischen Ausrüstung. Ein 89-jähriger Autofahrer geriet auf der Bundesstraße 470 bei Forchheim in die Gegenspur. Dadurch stieß er frontal mit einem Pkw zusammen, in dem sich fünf Personen befanden. Durch die Kollision wurden alle sechs Unfallopfer schwer verletzt.

Das von der zuständigen Rettungsleitstelle verständigte Nürnberger Team der DRF Luftrettung flog sofort zur Einsatzstelle. Nach wenigen Minuten kamen Pilot Thomas Münsterer, Hubschraubernotärztin Dr. Christine Behninger und Notfallsanitäter Robert Heiß über der B 470 an, und Münsterer setzte die rot-weiße H 145 auf der Fahrbahn auf. Einige bodengebundene Rettungskräfte waren bereits dabei, die Opfer des Verkehrsunfalls zu versorgen. Die Crew von Christoph Nürnberg übernahm eine 22-jährige Patientin, „die Fahrerin des vollbesetzten Fahrzeuges“, erläutert Notfallsanitäter Heiß. „Diese war zu dem Zeitpunkt noch in ihrem Wagen eingeklemmt.“ Nachdem die junge Frau von der Feuerwehr aus ihrem Pkw befreit wurde, versorgten Christine Behninger und Robert Heiß sie.

Die Verdachtsdiagnose der Medizinerin lautete auf ein Polytrauma, also lebensbedrohliche Mehrfachverletzungen. Unter anderem diagnostizierte die Notärztin der DRF Luftrettung vorläufig eine Schädelverletzung, ein Thoraxtrauma, sowie Frakturen des Beckens, der Unterschenkel und im Halswirbelbereich. Den Hals der Schwerverletzten stabilisierten Christine Behninger und Robert Heiß mit einem „Stiffneck“, einer sogenannten „Halskrause“. Der Schwerverletzten wurde überdies eine Beckenschlinge angelegt. Außerdem legte das medizinische Team von Christoph Nürnberg ihr einen Zugang und intubierte die inzwischen narkotisierte 22-Jährige. Dabei wurde ein Videolaryngoskop verwendet. Dieses medizintechnische Gerät hat zusätzlich zu einem normalen Laryngoskop eine Lichtquelle, einen Monitor und eine Kamera, wodurch die Sicherung der Atemwege erleichtert wird.

Behutsam lud die Besatzung die Patientin in den Hubschrauber der DRF Luftrettung ein. Dann brachte die Crew sie zum Südklinikum Nürnberg. Die Besatzung erreichte später eine positive Nachricht, wie Notfallsanitäter Robert Heiß berichtet: „Die schwerverletzte junge Frau wurde mehrere Stunden operiert und war noch am gleichen Tag außer Lebensgefahr.“

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Die Rettung erfolgt mit einem Spine-Board, einer harten Unterlage, mit der Verletzte immobilisiert und stabilisiert werden können.
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