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21.03.2018 | News-Bericht

Pkw überschlägt sich auf nasser Fahrbahn

  • Die Rendsburger Luftretter wurden kürzlich auf die A 215 alarmiert. Zwei Menschen waren bei einem Unfall verletzt worden.
    Die Rendsburger Luftretter wurden kürzlich auf die A 215 alarmiert. Zwei Menschen waren bei einem Unfall verletzt worden.

Es ist ein verregneter Nachmittag, als auf der Rendsburger Station der DRF Luftrettung eine Alarmierung eingeht: Auf der Autobahn 215 hat ein Pkw-Fahrer auf dem nassen Untergrund die Kontrolle über seinen Wagen verloren und ein anderes Auto gerammt. Dieses wiederum geriet dadurch ins Schleudern, überschlug sich und kam von der Straße ab. Zwei Menschen wurden verletzt. Die Rettungsleitstelle Neumünster erbittet sogleich Unterstützung bei der Integrierten Rettungsleitstelle Mitte in Kiel. Diese alarmiert die Crew von Christoph 42 zu dem Unfall, der sich nahe der schleswig-holsteinischen Gemeinde Bordesholm ereignet hat.  

Sofort starten Pilot Dirk Kugel, Notarzt Dr. Timo Iden und Notfallsanitäter Thomas Osterbrink in ihrer rot-weißen EC 145. Als sie die Autobahn erreichen, sind bereits Feuerwehrkräfte vor Ort, welche die Verletzten mittlerweile aus den beiden Wagen befreit haben. „Der von der Spur abgekommene Pkw war in einen Straßengraben gefallen und auf dem Dach aufgekommen. Wir konnten auf der Fahrbahn auch schon beim Anflug das Trümmerfeld sehen, das durch die Wrackteile entstanden war. Dahinter hatte sich inzwischen ein Stau gebildet. Um die Rettungsgasse nicht zu blockieren, sind wir auf der freien Autobahn gelandet. So waren wir nahe genug am Einsatzgeschehen, ohne aber jemanden zu gefährden oder die weiteren Rettungskräfte an der Anfahrt zu hindern“, beschreibt Dirk Kugel. Nach dem Absetzen der Maschine springen Timo Iden und Thomas Osterbrink heraus und eilen zu einem der zwei Unfallopfer, einem 59-Jährigen. Ihn gilt es medizinisch zu versorgen. Um den anderen Fahrzeuginsassen kümmeren sich derweil bodengebundene Rettungskräfte, die zeitgleich mit Christoph 42 eingetroffen sind.  

„Es stellte sich zum Glück schnell heraus, dass beide Verkehrsteilnehmer relativ glimpflich davongekommen und nicht allzu schwer verletzt waren“, erinnert sich der Pilot von Christoph 42. „Bei unserem Patienten diagnostizierten meine Kollegen vorläufig ein Hochrasanz-Trauma.“ Davon spreche man, wenn jemand mit einer Geschwindigkeit von über 30 Stundenkilometern auf einen Gegenstand aufpralle. „Man weiß nie sofort, was bei so einem Unfall alles in verletzt wird. Man muss erst mal von allen möglichen Verletzungen ausgehen, gerade auch im Bereich der Wirbelsäule. Aber der Mann war stabil“, erklärt Dirk Kugel. Nachdem der 59-Jährige von dem Hubschraubernotarzt und dem Notfallsanitäter versorgt wurde, entscheidet das Team, dass er bodengebunden zum nahegelegenen Friedrich-Ebert-Krankenhaus gebracht werden soll. Die Besatzung lädt ihn daraufhin auf einer Vakuummatratze – ein mit kleinen Kunststoffkügelchen gefülltes Hilfsmittel – in den Rettungswagen ein. 

Timo Iden begleitet seinen Patienten in der nur viertelstündigen Fahrt zu dem Krankenhaus in Neumünster. Nachdem er den Mann für die weitere Diagnose und Behandlung den dortigen Ärzten übergeben hat, stößt er auf dem Klinik-Landeplatz wieder zu seinen beiden Crew-Kollegen. Dirk Kugel und Thomas Osterbrink sind nämlich vorausgeflogen und holen ihren Notarzt nun wieder für den gemeinsamen Rückflug zur Rendsburger Station der DRF Luftrettung ab. 

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