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29.09.2016 | News-Bericht

Platzregen führt zu Massenunfall

  • Die Besatzung von Christoph München kann direkt auf der gesperrten Autobahn landen.
    Die Besatzung von Christoph München kann direkt auf der gesperrten Autobahn landen.

Ein Sonntagnachmittag auf der A8 bei München. Der Verkehr rollt auf der dreispurigen Fahrbahn, der Rückreiseverkehr der Wochenendpendler setzt langsam ein. Schlagartig wird es immer dunkler, dicke Regenwolken rollen heran. Plötzlich schüttet es und die Fahrbahn steht innerhalb von Minuten unter Wasser.

Eine 22-jährige Frau bremst ab und fährt langsamer. Ihr Scheibenwischer rotiert an der Frontscheibe, doch sie sieht nichts mehr. Der Platzregen ist zu stark. Dann durchbrechen laute Knalle die Geräusche von Motoren und Regen. Sechs Fahrzeuge sind ineinander gekracht, ein Massenunfall. Noch ist unklar, wie viele Verletzte es gibt. Ersthelfer alarmieren sofort den Rettungsdienst.

Zur gleichen Zeit einige Kilometer weiter südlich: Die Besatzung von Christoph München befindet sich ebenfalls auf der A8 bei einem weiteren Unfall, als sie zu dem Massenunfall bei Sulzemoss alarmiert wird. „An der ersten Unfallstelle fiel die Entscheidung, dass aufgrund der Leichtverletzten kein Hubschrauber benötigt wird. Daher konnten wir direkt zu dem Massenunfall starten“, erzählt Pilot Thomas Reimer.

Pilot Thomas Reimer, Notarzt Dr. Christian Siebers und Rettungsassistent Andreas Dorp erreichen die nur knapp 20 Kilometer entfernte Unfallstelle innerhalb weniger Minuten. „Die Polizei hatte die Autobahn bereits für unsere Landung abgesperrt, so dass unsere medizinische Besatzung direkt bei den Verunfallten war“, berichtet Pilot Thomas Reimer. Der Besatzung von Christoph München übernimmt die medizinische Versorgung der 22-jährigen Frau. Sie hatte ein sogenanntes Bauchtrauma erlitten, bei dem ohne äußerliche Verletzungen lebenswichtige innere Organe wie Milz, Leber und Niere verletzt sein können. Aufgrund dieser inneren Blutungen ist die Zeit ein kritischer Faktor. „Die Frau musste schnellstmöglich in eine Spezialklinik transportiert werden. Unser Notarzt und Rettungsassistent stabilisierten die Patientin an der Unfallstelle und nach nur wenigen Minuten an der Einsatzstelle hoben wir ab Richtung München. Im Klinikum Großhadern übergaben wir die junge Frau den Spezialisten zur lebensrettenden Operation“, so Pilot Thomas Reimer.

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