19.09.2018 | News-Bericht

Projektil trifft 57-Jährigen ins Bein

  • Ungeplantes Ende eines Meisterschaftsschießens: Ein Schuss löste sich unkontrolliert und verletzte einen Schützen.
    Ungeplantes Ende eines Meisterschaftsschießens: Ein Schuss löste sich unkontrolliert und verletzte einen Schützen.

Die Meldung, die auf der Mannheimer Station der DRF Luftrettung einging, klang ernst: Schussverletzung! In einem Hambrücker Schützenverein kam es nach einem Meisterschaftsschießen zu einem Unfall. Im Anschluss an die Veranstaltung wollte einer der Teilnehmer seine Waffe verstauen, übersah dabei jedoch, dass diese noch eine Kugel beinhaltete, wie Pilot Andreas Kempf berichtet. „Der Schütze nahm seine Waffe, drehte sich um, um sie in den Koffer zu packen, dabei löste sich ein Schuss, und die Kugel traf einen anderen Mann von hinten ins Bein. Sie blieb stecken.“ Umgehend alarmierte die Leitstelle Rhein-Neckar deshalb die Crew von Christoph 53: Der verletzte 57-Jährige benötigte dringende medizinische Versorgung.

Gemeinsam mit Hubschraubernotarzt Dr. Tim Viergutz und Notfallsanitäter Oliver Lutz flog Kempf sofort zur etwa 40 Kilometer entfernten, südlich von Mannheim gelegenen Gemeinde Hambrücken. Als die Besatzung die Einsatzstelle erreichte, landete der Pilot die rot-weiße EC 135 der DRF Luftrettung und ließ seine beiden Kollegen rasch aussteigen. Die eilten sogleich zu dem Verunglückten. Eine Rettungswagenbesatzung, die kurz vor Christoph 53 angekommen war, kümmerte sich bereits um den Mann. „Beim Eintreffen fand unsere medizinische Crew den Patienten durch den bodengebundenen Rettungsdienst gut vorversorgt vor, so dass wir ihn schnell umlagern konnten“, erzählt Kempf.

Obgleich das Meldebild schwere Verletzungen befürchten ließ, schien der Zustand des 57-Jährigen nicht kritisch zu sein. „Glücklicherweise war er stabil und ansprechbar“, erinnert sich Andreas Kempf. Dennoch sei nicht auszuschließen gewesen, dass sich der Patient lebensbedrohliche, innere Verletzungen zugezogen hatte. Daher entschied sich die Crew, ihn eiligst per im Hubschrauber zum Universitätsklinikum Mannheim zu bringen. Als zertifiziertes überregionales Traumazentrum war das Haus für die Maximalversorgung des Angeschossenen optimal geeignet. Nach einer knappen Viertelstunde erreichten die Luftretter die Klinik und übergaben den Schussverletzten für die weitere Behandlung an das bereitstehende Ärzte- und Pflegeteam.

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