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22.09.2017 | News-Bericht

Radfahrer verunglückt in Serpentine

  • Schnelle notärztliche Versorgung für einen verunglückten Radfahrer dank Christoph Dortmund.
    Schnelle notärztliche Versorgung für einen verunglückten Radfahrer dank Christoph Dortmund.

Im Nordwesten des Sauerlandes in Nordrhein-Westfalen. Der Oberschenkel spannt, Schweiß tropft von der Nasenspitze, das Herz rast. Mit jeder Umdrehung der Pedale nähert sich der höchste Punkt. Und dahinter: die lang ersehnte Abfahrt. Steile Anstiege und serpentinenreiche Straßen können Radfahrer im Sauerland richtig fordern. Oben angekommen gilt es aber, die Konzentration wieder hochzufahren. Das Fahrrad beschleunigt ganz von alleine auf 30 km/h, auf 40 km/h und wird immer schneller. Schlaglöcher, enge Kurven, schmale Ortsdurchfahrten und Gegenverkehr offenbaren sich urplötzlich, oft erst in letzter Sekunde. Manchmal kann das zu spät sein.

So ergeht es einem Fahrradfahrer innerorts in einer 180 Grad-Kurve: Auf einmal kommt ihm hier ein Auto entgegen. So stark er auch in die Bremsen greift – es reicht nicht mehr. Mit lautem Schlag landet er auf der Frontscheibe des Autos. Dabei zieht sich der Mann schwerste Verletzungen zu. Sofort wird der Notruf unter der 112 gewählt.

Schädelhirntrauma, mehrere Brüche – auch an der Wirbelsäule, Verletzung der Lunge. So schnell wie möglich muss der Mann notärztlich versorgt und in eine optimal geeignete Klinik gebracht werden. Dabei zählt jede Minute. Deshalb alarmiert die Leitstelle Unna neben den bodengebundenen Rettungskräften auch die Dortmunder Station der DRF Luftrettung. Wenige Minuten später landet Pilot Alwin Vollmer den rot-weißen Hubschrauber in der Ortschaft. Mit an Bord hat er wertvolle medizinische Ausstattung sowie einen Rettungsassistenten und einen Notarzt: Magnus Poth und Dr. Axel Schellongowski.

„Als wir ankamen, war der Patient bewusstlos", berichtet Pilot Alwin Vollmer. Die Wirbelsäule des Mannes haben die bodengebundenen Rettungskräfte bereits stabilisiert. Doch die Lungenverletzung breitet dem Patienten große Probleme beim Atmen, denn ausgetretenes Blut drückt sie zusammen. Sofort führen Rettungsassistent und Notarzt der DRF Luftrettung mit geübten Handgriffen einen Drainageschlauch in zwischen den Rippen des Mannes ein, um die Lunge zu entlasten.

Anschließend wird der Schwerverletzte an Bord von Christoph Dortmund gebracht und Pilot Alwin Vollmer startet die Rotoren. „Keine zehn Flugminuten später konnten wir den Patienten an das Personal der Spezialklinik Bochum Langendreer zur weiteren Behandlung übergeben", erzählt Alwin Vollmer.

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