02.11.2018 | News-Bericht

Radfahrerin stürzt Steilküste hinab

  • Sturz an der Steilküste: Christoph 42 fand einen Landeplatz am Strand.
    Sturz an der Steilküste: Christoph 42 fand einen Landeplatz am Strand.

Es sollte ein schöner Ausflug an der Ostsee werden. Dafür hatten sich eine 47-Jährige und ihr Lebensgefährte einen schmalen Pfad ausgesucht, der sich zwischen den Gemeinden Strande und Schwedeneck an der Steilküste entlangschlängelt. Doch was als erholsame Radtour begann, nahm einen unglücklichen Ausgang: Die aus dem Kreis Ostholstein stammende Frau geriet vom Weg ab und stürzte die Klippe hinab. Sofort setzte der Partner der Radlerin einen Notruf ab. Die Leitstelle entsandte umgehend mehrere Rettungsmittel zum Unfallort, darunter Christoph 42.

Das Rendsburger Team der DRF Luftrettung, an jenem Tag bestehend aus Pilot Dirk Kugel, Hubschraubernotarzt Dr. Florian Reifferscheidt und Notfallsanitäter Sebastian Liebig, flog sogleich los und erreichte das Gebiet nach wenigen Minuten. Eine genaue Ortsangabe, erzählt Dirk Kugel, habe der Anrufer jedoch nicht vornehmen können. Die Crew steuerte deswegen zunächst die Ostseeküste in Höhe Surendorf an und begann mit einem tiefen Suchflug in Richtung Osten. Kurz darauf sah die Besatzung schließlich den Begleiter der Verunglückten nahe Marienfelde, der sich winkend bemerkbar machte und die Luftretter so zur Unfallstelle lotste. Wie sich herausstellte, war die Abgestürzte in einem Buschwerk aufgekommen.

Pilot Dirk Kugel landete die Maschine der DRF Luftrettung direkt am Strand. Der bodengebundene Rettungsdienst und die Feuerwehr erschienen ebenfalls wenig später am Einsatzort. Reifferscheidt stieg aus und begab sich sofort zu der Frau. Liebig sicherte den Hubschrauber ab, während die Rotoren noch in Bewegung waren und folgte kurze Zeit später. „Die Patientin ist ca. 15 bis 20 Meter über die Steilklippe gestürzt, aber auf halber Strecke bremste ein Gebüsch den weiteren Fall“, erklärt Kugel. Dabei zog sich die 47-Jährige eine Oberarmfraktur zu. Das medizinische Team von Christoph 42 versorgte die Fahrradfahrerin gemeinsam mit den bodengebundenen Kollegen.

Die Frau zum Hubschrauber zu bringen, habe sich jedoch aufgrund der unwegsamen Lage als schwierig erwiesen, schildert Kugel. Erst nachdem die Feuerwehr einiges Gestrüpp mit einer Motorsäge entfernt hatte, konnte die Patientin über den Strand zur rot-weißen EC 145 der DRF Luftrettung getragen und eingeladen werden. Danach hob der rot-weiße Rettungshubschrauber vom Einsatzort ab, und die norddeutschen Luftretter flogen die verunglückte Radlerin zum Universitätsklinikum Schleswig-Holstein nach Kiel. Dort übergaben sie das Unfallopfer dem Team der Zentralen Notaufnahme, das sogleich die weitere medizinische Versorgung der Verletzten übernahm.

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