10.07.2019 | News-Bericht

Radlerin stürzt am Strand

  • Christoph 47 der DRF Luftrettung steht auf einem Fahrradweg während eine gestürzte Radfahrerin versorgt wird.
    Schnelle Hilfe aus der Luft: Der Greifswalder Rettungshubschrauber Christoph 47 versorgt eine verunglückte Radfahrerin.

Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst setzt sich aus der Landbrücke Fischland, dem mittleren Abschnitt Darß sowie der Halbinsel Zingst zusammen und bietet Ostseeurlaubern ein reizvolles Ausflugsziel. Zu großen Teilen im Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“ gebettet, weist die zwischen Rostock und Stralsund gelegene Region eine abwechslungsreiche Küstenlandschaft auf. Diese idyllische Atmosphäre kostet vor wenigen Tagen ein radelndes Ehepaar aus. Wie viele andere Menschen an jenem Freitagmittag sind die beiden auf einem Fahrradweg am Strand unterwegs. Doch plötzlich stürzt die Frau, die keinen Helm trägt, und schlägt mit dem Kopf auf dem Boden auf.

Sogleich verständigt die Integrierte Rettungsleitstelle Vorpommern-Rügen die für den Badebetrieb zuständige, nächstgelegene Wasserwacht Zingst. Ein Rettungsassistent der Wacht ist zuerst am Unfallort und kümmert sich um die Radlerin. Christoph 47 wird ebenso alarmiert. Denn nicht nur, dass der Greifswalder Rettungshubschrauber als rascher Notarztzubringer benötigt wird; mit dem schnellstmöglichen Transportmittel soll die möglicherweise schwer verletzte Patientin auch umgehend in eine Spezialklinik gebracht werden.

Auf der Greifswalder Station der DRF Luftrettung stehen an diesem Tag Pilot Bernd Rosenberger, Notarzt Dr. Gregor Jenichen sowie Notfallsanitäter Frank Schmelzkopf bereit. Sofort nach der Alarmierung machen sie sich auf den Weg zum 50 Kilometer Luftlinie entfernten Unfallort und erreichen diesen bald darauf. Rosenberger landet Christoph 47 direkt neben der Einsatzstelle auf dem Fahrradweg. Dr. Jenichen und Frank Schmelzkopf eilen sogleich zu der Gestürzten. Der 51-Jährigen ist zur Stabilisierung ihrer Halswirbelsäule schon ein „Stiffneck“ – eine sogenannte Halskrause – angelegt worden. Das medizinische Team der DRF Luftrettung versorgt die verletzte Frau sofort weiter.

„Nachdem die Patientin an unsere Überwachungsgeräte angeschlossen und in den Hubschrauber eingeladen wurde, flogen wir sie in die Universitätsklinik nach Greifswald. Um ein schweres Schädelhirntrauma ausschließen zu können, musste die Frau unbedingt zur weiteren Abklärung in die Klinik gebracht werden“, erzählt Pilot Bernd Rosenberger und hebt hervor: „Der Zeitvorteil des Hubschraubers war in diesem Fall besonders groß, da ein bodengebundenes Rettungsmittel zunächst eine weiter entfernte Brücke hätte passieren müssen.“ Tatsächlich trifft die Crew der DRF Luftrettung schon nach wenigen Minuten mit der gestürzten Fahrradfahrerin an dem Krankenhaus ein und übergibt die 51-Jährige an das zuständige Ärzteteam in der zentralen Notaufnahme.

Wie sich später herausstellt, hat der schwere Unfall für die Frau, die eine Gehirnerschütterung erlitten hat, einen erfreulicherweise glücklichen Ausgang genommen, wie Bernd Rosenberger berichtet: „Nach einer Nacht unter medizinischer Beobachtung konnte die Patientin wieder entlassen werden.“

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