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15.09.2017 | News-Bericht

Rettung auf 1.000 Metern Höhe

  • Die Freiburger Luftretter werden häufig auf die Höhen des Schwarzwaldes alarmiert, um verunglückten Wanderern schnelle medizinische Hilfe zu bringen. Symbolbild.
    Die Freiburger Luftretter werden häufig auf die Höhen des Schwarzwaldes alarmiert, um verunglückten Wanderern schnelle medizinische Hilfe zu bringen. Symbolbild.

An manchen Tagen sind die Besatzungen der DRF Luftrettung besonders intensiv gefordert. So wie neulich Anfang September, als bei der Crew der Station Freiburg noch während der Übergabe des vorherigen Patienten in der Klinik ein neuer Hilferuf eingeht: Etwa 200 Meter abseits der Höfener Hütte, einem beliebten Ausflugsziel in Buchenbach im Hochschwarzwald, ist eine Frau gestürzt. Zwar liegt Buchenbach von Freiburg im Breisgau nur 15 Kilometer weit entfernt; ein Rettungswagen könnte ihr also, rein von der Entfernung her, ebenso zur Hilfe eilen. Doch das Problem ist ein anderes: „Das Gelände ist uns als steil und schwierig bekannt", erklärt Pilot Oliver Barth, der an diesem Tag mit Notarzt Dr. Bonaventura Schmid und Notfallsanitäter Florian Kramer zum Einsatz gerufen wird. Auf dem Landweg ist die Frau somit nicht ohne Weiteres erreichbar.

Um auf den Einsatz in schwierigem Gelände vorbereitet zu sein, nimmt die Crew von Christoph 54 auf dem Flug zum gebirgigen Einsatzort – die Höfener Hütte ist auf 1.000 Metern über dem Dreisamtal gelegen – einen „Rettungsspezialisten Helikopter" der Bergwacht Schwarzwald auf, der das Team der DRF Luftrettung als Ortskundiger und „helfende Hand" ergänzte. „Zudem konnte er Notarzt und Patientin im Gelände sichern", führt Barth weiter aus.

150 Meter von der Stelle entfernt, an der die Patientin gestürzt ist, ist ausreichend Platz, die Landung möglich. Die Wanderin, nur von ihrem Hund begleitet, hat sich bei dem Sturz eine Unterschenkelfraktur zugezogen, wie sich nach der Untersuchung durch den Hubschraubernotarzt herausstellt. „Sie hatte sehr starke Schmerzen", erinnert sich Dr. Schmid.

Durch die reibungslose Zusammenarbeit mit dem Rettungsspezialisten der Bergwacht, der die übrigen am Boden anfahrenden Bergwachtkräfte koordinierte und den Transport der Patientin zum Hubschrauber organisierte, während der Notarzt und der Notfallsanitäter die Gestürzte weiter versorgen, kann wertvolle Zeit gespart werden. Mit einer Gebirgstrage wird die 60-Jährige zügig und sicher zum Hubschrauber gebracht und schließlich in die Universitätsklinik Freiburg geflogen. Dort übergibt die Crew des Freiburger Rettungshubschraubers die Wanderin dem Schockraumteam, das ihre Verletzungen weiterversorgt.

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