12.06.2020 | News-Bericht

Rettung aus dem Watt durch Northern Rescue 01

  • Dramatische Rettung für drei Männer durch Northern Rescue 01, den Offshore-Rettungshubschrauber von Northern Helicopter. Bildquelle: KFV Dithmarschen.
    Dramatische Rettung für drei Männer durch Northern Rescue 01, den Offshore-Rettungshubschrauber von Northern Helicopter. Bildquelle: KFV Dithmarschen.

Für die Crew des Offshore-Rettungshubschraubers auf der Station in St. Peter-Ording der Northern Helicopter (NHC), einem Tochterunternehmen der DRF Luftrettung, war es ein Einsatz wie viele – für die drei Männer jedoch die ersehnte Rettung aus dem Watt. Am 10. Juni gegen 18 Uhr verließen die drei mit ihrem Boot den Hafen von Neufeld bei Brunsbüttel zur Spritztour. Sie wollten den neuen Außenborder testen. Kaum hatten sie die Fahrrinne der Elbe verlassen, erwartete sie hoher Wellengang. Schnell brachte eine Seitenwelle das kleine Boot zum Kentern. Bei 14°C Wassertemperatur versuchten die jungen Männer, das Boot im Schlepptau, an Land zu schwimmen. Nach einer Stunde hatten sie festen Grund unter den Fußen. Doch statt auf festem Watt befanden sie sich auf Schlick, in dem sie bald feststeckten. Zu ihrem Glück war eines ihrer Mobiltelefone noch funktionsfähig und sie konnten einen Notruf absetzen. Die Kreisfeuerwehr Dithmarschen mit Rettungstauchern konnte jedoch nicht zu den Havarierten gelangen ohne selbst im Watt stecken zu bleiben. Für die Aufnahme der rund hundert Meter von festem Grund entfernten Havarierten alarmierte die Feuerwehr über die kommunale Leitstelle den Offshore-Rettungshubschrauber der NHC. Für Rettungseinsätze in den Offshore-Windparks ist dieser mit einer Rettungswinde ausgestattet. Stationiert in St. Peter-Ording war er nach kurzer Zeit vor Ort. „Durch die genauen Angaben der Feuerwehr und das geschwenkte Licht des Handys konnten wir die Männer sofort ausmachen“, erläutert der Pilot der Northern Rescue 01.

Bereits nach drei Minuten war der erste stark unterkühlte Patient an Bord gewinscht und konnte an die Küste zum Rettungswagen geflogen werden. Dort legte die Crew auch noch nicht benötigte Ausrüstung ab. So konnten beim nächsten Flug die beiden im Schlick Wartenden zusammen an Land gebracht werden.

Nach nicht einmal einer Stunde war die Rettungsaktion beendet. Die Reinigung des Hubschraubers beschäftigte die fünfköpfige Besatzung dann allerdings insgesamt fünf Stunden.