04.10.2018 | News-Bericht

Rettung von der Werrainsel

  • Für die bodengebundenen Rettungskräfte unerreichbar, aus der Luft schnell versorgt: Ein schwer verletzter Mann auf einer Insel in der Werra.
    Für die bodengebundenen Rettungskräfte unerreichbar, aus der Luft schnell versorgt: Ein schwer verletzter Mann auf einer Insel in der Werra.

Hann. Münden ist bekannt für seine malerische Altstadt und ebenso als „Drei-Flüsse-Stadt“. Denn hier treffen Fulda und Werra aufeinander und speisen gemeinsam die von Südniedersachsen gen Nordsee strömende Weser.

Die alte Werrabrücke, eines der zahlreichen historischen Bauwerke der Stadt, sollte vor kurzem zum Einsatzort für Christoph 44 werden. Die Querung über den Fluss gilt als eine der ältesten steinernen Brücken in der Nordhälfte Deutschlands – sie wurde nach Schätzungen zwischen 1250 und 1329 erbaut – und verbindet den historischen Stadtkern mit dem Mündener Stadtteil Blume.

Die Alarmierung erreichte Pilot Dennis Lauterberg, Notarzt Jonas Dilcher und den leitenden Notfallsanitäter Christian Schulze früh morgens. Eine Person, so die Meldung, sei in Hann. Münden von der alten Brücke auf eine darunter befindliche Insel in der Werra gestürzt. Sofort machte sich die in Göttingen stationierte Besatzung der DRF Luftrettung auf den Weg.

Beim Eintreffen erkannten die Luftretter sofort die Lage, die sich kompliziert gestaltete: Ein etwa 60-Jähriger befand sich lebensgefährlich verletzt auf der Werrainsel. Ersteintreffende Bodenkräfte konnten ihn dort allerdings zunächst nicht erreichen. „Mit dem Hubschrauber jedoch war es kein Problem, auf der Insel zu landen, ihn zu versorgen und im weiteren Verlauf des Einsatzes abzutransportieren“, schildert Pilot Dennis Lauterberg.

Nachdem die medizinische Besatzung von Christoph 44 den Patienten auf der Insel im Fluss stabilisiert hatte, flogen die Göttinger Luftretter ihn in die Universitätsklinik der südniedersächsischen Großstadt. Denn aufgrund eines Polytraumas, das der Mann sich beim Sturz zugezogen hatte, waren weitere medizinische Maßnahmen in einem Krankenhaus der Maximalversorgung unerlässlich, das der rot-weiße Hubschrauber der DRF Luftrettung in weniger als einer Viertelstunde erreichen konnte.

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