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07.03.2017 | News-Bericht

Säugling schwebt nach Sturz in Lebensgefahr

  • In Niebüll ist ein Hubschrauber des Typs Bk 117 stationiert. Besonders auf den Inseln und Halligen ist Christoph Europa 5 unverzichtbar für die schnelle notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung. Symbolbild.
    In Niebüll ist ein Hubschrauber des Typs Bk 117 stationiert. Besonders auf den Inseln und Halligen ist Christoph Europa 5 unverzichtbar für die schnelle notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung. Symbolbild.

Schrecklicher Schock für eine Mutter auf Föhr: Auf dem Weg zur Treppe stolpert sie so unglücklich, dass ihr fünf Wochen alter Sohn aus ihren Armen rutscht und die Treppe hinunterfällt.

Die entsetzten Eltern alarmieren den Rettungsdienst, der den Säugling ins Kreiskrankenhaus bringt. Hier zeigt sich, dass das Baby schwer am Kopf verletzt und sein Leben in Gefahr ist. Es muss so schnell wie möglich für die dringend nötige Operation in eine auf Kinder-Neurochirurgie spezialisierte Klinik gebracht werden. Mit Fähre und Rettungswagen würde der Transport sehr lange dauern. Daher fragt der Disponent der Integrierten Leitstelle Nord an der Station Niebüll der DRF Luftrettung an, ob die Besatzung den Einsatz mit Christoph Europa 5 übernehmen kann.

Nach einem Wettercheck lässt Pilot Jürgen Voiß die Triebwerke an und startet mit Hubschraubernotärztin Dr. Bettina Hoffmann und Notfallsanitäter Christoph Mathäus Richtung Föhr. Am vereinbarten Übernahmeplatz steht der Rettungswagen mit dem Kind schon bereit. Alle Retter arbeiten zügig und routiniert Hand in Hand, denn die Zeit drängt.

Dann ist die rot-weiße Maschine wieder in der Luft und auf dem Weg zum Festland. In Niebüll geht es mit dem Rettungswagen weiter, denn das Wetter lässt einen Weiterflug nach Flensburg nicht zu.

Einige Tage später erkundigt sich die Besatzung im Klinikum Flensburg nach dem Zustand des kleinen Jungen. „Als wir hörten, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht und er seine Operationen am Kopf gut überstanden hat, haben wir uns sehr gefreut", erzählt Notfallsanitäter Christoph Mathäus. „Der Flug von Föhr nach Niebüll hat sehr viel Zeit gespart. Zudem haben alle Beteiligten sehr gut zusammengearbeitet und so dafür gesorgt, dass das Baby schnell operiert werden konnte und nun auf dem Weg der Besserung ist."

www.drf-luftrettung.de/de/node/138

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