14.03.2018 | News-Bericht

Schädelhirntrauma durch Huftritt

  • Der Flug an Bord von Christoph Halle spart möglicherweise lebensrettende Zeit. Symbolbild.
    Der Flug an Bord von Christoph Halle spart möglicherweise lebensrettende Zeit. Symbolbild.

Bad Dürrenberg beheimatet das mit rund 700 Metern Länge größte zusammenhängende Gradierwerk Deutschlands und bietet durch einen Kurpark und die prachtvollen Saaleauen zahlreiche Naherholungsmöglichkeiten. Die fünfte sachsen-anhaltische Landesgartenschau soll hier 2022 stattfinden. In diese vielseitige Solestadt entsendet die Luftrettungsdienstleitstelle des Landes Sachsen-Anhalt an einem Freitagnachmittag im Februar die Hallenser Crew der DRF Luftrettung: Eine 13-Jährige wurde auf einem Reiterhof schwer verletzt, ein Pferd hat sie mit dem Huf am Kopf getroffen! Sofort hebt der rot-weiße Rettungshubschrauber Christoph Halle von der am Flughafen Halle/Oppin gelegenen Station der DRF Luftrettung ab.

An Bord befinden sich Pilot und Stationsleiter Norbert Ebbighausen, Notarzt Dr. Daniel Pohling und Notfallsanitäter Matthias Thomas. Nach zehn Minuten erreicht das Team schon den Bad Dürrenberger Hof. Dort ist bereits eine Rettungswagenbesatzung dabei, sich um das Mädchen zu kümmern. „Wir landeten unmittelbar neben dem Reitplatz, auf dem das Kind den Unfall hatte, und unser medizinisches Team stieß gleich zu ihm“, erinnert sich Norbert Ebbighausen. „Der Huf des Tiers hatte das Mädchen am oberen Schädelbereich beziehungsweise am Gesicht getroffen. Ihr Zustand war sehr kritisch.“ Nach ersten Untersuchungen diagnostizierten Daniel Pohling und Matthias Thomas bei der 13-Jährigen vorläufig ein Schädelhirntrauma.

„So etwas ist auf jeden Fall lebensgefährlich und geht über eine normale Gehirnerschütterung bei weitem hinaus. Das Mädchen war sehr benommen und kaum ansprechbar, als wir es nach der Erstversorgung durch unseren Notarzt in unsere Maschine einluden“, berichtet der Pilot weiter. Nachdem die junge Pferdefreundin von der Besatzung von Christoph Halle stabilisiert und für den Transport vorbereitet wurde, startete Norbert Ebbighausen erneut die Triebwerke seiner H 135 und die Crew machte sich auf den Weg zum Universitätsklinikum Halle.

„Dort kamen wir schon nach wenigen Minuten an. Ein Rettungswagen wäre bodengebunden sicher mindestens eine halbe Stunde gefahren“, verdeutlicht der Stationsleiter den enormen Zeitvorteil von Christoph Halle, der für die schwer verletzte Patientin von großer Bedeutung war. Nach der Ankunft an der Uniklinik übergab Notarzt Daniel Pohling das 13-jährige Mädchen dann für die weitere Diagnose und Behandlung den Ärzten der Notaufnahme.

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