04.07.2019 | News-Bericht

Scheunenbrand nach Verpuffung

  • Zwei Hubschrauber der DRF Luftrettung stehen auf einer Wiese
    Neben der Mannheimer Crew der DRF Luftrettung war auch das Team der Station in Karlsruhe im Einsatz.

Es ist früher Vormittag, als auf der Mannheimer Station der DRF Luftrettung am vergangenen Sonntag die Rufmeldeempfänger losschrillen: Bei einem durch eine Verpuffung ausgelösten Brand sollen in Rülzheim mehrere Menschen verletzt worden sein. „Anscheinend schweißte ein Mann in einer Scheune an einem Auto, wobei es zur Explosion kam. Die Scheune fing daraufhin Feuer“, schildert Andreas Kempf den mutmaßlichen Unfallhergang. Der Pilot von Christoph 53 fliegt nach der Alarmierung durch die Leitstelle Landau sofort mit seinen Teamkollegen, Notarzt Florian Striehl und Notfallsanitäter Oliver Lutz, los.

Über Funk erhält die Crew eine erste Lagemeldung. Vier schwer brandverletzte Menschen werden den Luftrettern gemeldet. „Während des Flugs überlegten wir uns, wo man einen Schwerbrandverletzten noch hinbringen könnte, falls die BG Klinik Ludwigshafen nicht alle Patienten auf einmal versorgen könnte. Offenbach wäre dann die nächste geeignete Klinik für Verbrennungen“, erzählt Kempf. Als die Besatzung kurz darauf am Unfallort eintrifft, landet der Pilot die rot-weiße Maschine der DRF Luftrettung auf einer Wiese nahe der Einsatzstelle, und das medizinische Team von Christoph 53 steigt rasch aus.

Die Leitstelle hat unterdessen auch weitere Rettungshubschrauber entsendet. So ist wenig später unter anderem die Karlsruher Crew der DRF Luftrettung mit Christoph 43 vor Ort. Wie sich schließlich herausstellt, hat jedoch nur der Mann, der am Pkw tätig war, schwere Brandverletzungen davongetragen. Er ist bereits medizinisch versorgt worden und wird nun unverzüglich ins Krankenhaus nach Ludwigshafen gebracht. Das Team von Christoph 53 kümmert sich wiederum um eine 53-Jährige, die bei dem Unglück einen leichten Schock erlitten hat. „Unser Notarzt Florian Striehl leistete behutsam die Erstversorgung der Frau und übergab sie dann zur weiteren Behandlung dem bodengebundenen Rettungsdienst“, erläutert Kempf.

Wenig später macht sich die Besatzung von Christoph 53 wieder auf den Weg nach Mannheim. An der Station der DRF Luftrettung kommt das Team jedoch nicht an – noch in der Luft werden Kempf, Striehl und Lutz direkt zum nächsten Einsatz gerufen.

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