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10.07.2017 | News-Bericht

Schlaganfall bei junger Frau

  • Eine junge Frau schwebte nach einem Schlaganfall in Lebensgefahr. Christoph Europa 5 war schnell zur Stelle.
    Eine junge Frau schwebte nach einem Schlaganfall in Lebensgefahr. Christoph Europa 5 war schnell zur Stelle.

Sehstörungen, reißende Schmerzen im Kopf, Übelkeit und Schwindel – dank Aufklärungskampagnen und regelmäßiger Berichterstattung in den Medien kennen die meisten Menschen mittlerweile die Hauptsymptome eines Schlaganfalls. Dass die lebensgefährliche Gehirnerkrankung auch jüngere Menschen treffen kann, ist weniger bekannt. Die Niebüller Besatzung der DRF Luftrettung wurde kürzlich zu einem dieser Fälle alarmiert.

Notärztin Dr. Caroline Piscol und Rettungsassistent Martin Bosch waren gerade dabei, einen Patienten am Diakonie-Klinikum in Flensburg zu übergeben, als sie ein dringender Alarm in einen kleinen Ort im Landkreis Flensburg-Schleswig erreichte. „Junge Frau mit Verdacht auf Hirnblutung" meldete die Integrierte Leitstelle Nord. Pilot Jürgen Voiß ließ umgehend die Triebwerke an und startete, als Dr. Piscol und Martin Bosch wieder an Bord waren, Richtung Südosten.

Der Pilot konnte die rot-weiße Maschine direkt auf einer Wiese im Garten der Familie landen und die medizinische Besatzung begann sofort mit der Untersuchung der Patientin. Alles deutete tatsächlich auf eine schwere Hirnblutung hin. Die Mutter der jungen Frau berichtete, dass ihre Tochter in den vergangenen Tage bereits wegen unklarer Beschwerden beim Arzt gewesen war, die Untersuchungen aber nichts ergeben hatten.

„Ihr Zustand war schlecht, sie schwebte in akuter Lebensgefahr", erinnert sich Jürgen Voiß. „Unser Notarzt und Rettungsassistent legten die Frau in Narkose und intubierten sie, um ihre Atmung zu sichern. Zudem schlossen sie sie an die Überwachungsgeräte des Hubschraubers an."

Dann drehten sich die Rotoren der BK 117 wieder und Jürgen Voiß zog die Maschine in den Himmel über Schleswig-Holstein. Das Schockraumteam der Universitätsklinik Kiel hatte die Besatzung schon über Funk informiert, sodass alles für die sofortige Versorgung der Patientin bereit war.

Jürgen Voiß und seine Crew wünschen ihr alles Gute: „Wir hoffen, dass unsere schneller Einsatz und der Transport in eine Spezialklinik dazu beigetragen haben, dass sie wieder ganz gesund wird. Ein so schwerer Schlaganfall mit Anfang Dreißig ist eher ungewöhnlich, kann aber vorkommen. Man sollte also auch bei jungen Menschen an diese Möglichkeit denken, wenn die typischen Symptome auftreten."

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